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Burgen und Schlösser im MÜNSTERLAND


Architekturfotografie

 

 

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Übersicht

Burgen & Schlösser im Münsterland, Karte Münsterland, Burgen im Münsterland
 

Burgen & Schlösser im Münsterland

 

1. Burg Anholt

Burg Anholt in Isselburg im Münsterland bei sonnigem Wetter mit Spiegelung im Schlossteich (Schlösser Münsterland)
 

Die Ursprünge der Burg Anholt im gleichnamigen Stadtteil von Isselburg gehen auf einen Wehrbau aus dem 12. Jahrhundert zurück. Für das Jahr 1169 ist ein Herr von Zuylen in Anholt als Lehnsmann des Bischofs von Utrecht urkundlich erwähnt. Es wird angenommen, dass die Wasserburg bereits zu diesem Zeitpunkt als Schutz des Bistums existierte. Die Burganlage bestand aus dem fast elf Meter breiten Dicken Turm, sowie aus einem kleinen Wohnhaus und einem Mauerring.

 

Im 14. Jahrhundert wurde die Burg umgebaut und auf die heutige Größe erweitert. Im 16. Jahrhundert wurde die Anlage an der West- und Nordseite um Wohngebäude ergänzt. Um 1700 wurde die Wasserburg zu einem Schloss im Stil des Barocks umgebaut. Die Parkanlage mit weitläufigen Gärten nach französischem Vorbild stammt aus dem 18. Jahrhundert.

 

Burg Anholt wurde im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und musste umfassend saniert werden. Viele Teile der Anlage wurden nach dem Wiederaufbau der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Burg beherbergt heute ein Hotel mit Restaurant und einen Golfclub. Hauptburg und Parkanlage können besichtigt werden.

 

Steckbrief
NAME: Burg Anholt WEBSITE: -
TYP: Wasserschloss, Barock URSPRUNG: vor 1169
ADRESSE: Schloß 1, 46419 Isselburg BAUZEIT: 14. Jhdt Ausweitung auf heutige Größe
GPS: 51.844507, 6.426466 BESICHTIGUNG: ja, Öffnungszeiten
ZUSTAND: erhalten PARKANLAGE: ja, Öffnungszeiten

 

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2. Schloss Raesfeld

Schloss Raesfeld im Münsterland (Schlösser Münsterland)
 

Im Werdener Heberegister von 889 wird die Flachsiedlung Hrothusfeld (gerodetes Feld) erstmals urkundlich erwähnt. Ausgrabungen datierten eine Turmhügelburg mit Wassergraben auf das Jahr 1117, die auf die Flachsiedlung errichtet wurde. 1166 bis 1173 wird Rabado von dem Berge als Burgherr genannt. Um 1259 brannte die hölzerne Anlage ab und wurde nicht wieder aufgebaut.

 

Um 1380 erbaute Byter von Raesfeld eine neue zweigeschossige Burg mit zwei Ecktürmen. 1597 brannte der Dachstuhl ab. Alexander I. von Velen ließ daraufhin die Burg von 1604 bis 1606 neu aufbauen. Ab 1643 wurde die Burg von Alexander II. von Velen zu einem Residenzschloss im Stil der Renaissance ausgebaut. Drei neue Flügel schlossen mit dem alten Herrenhaus einen rechtwinkligen Innenhof ein. Die Vorburg war 1648, die Oberburg 1653 fertiggestellt.

 

Im 18. und 19. Jahrhundert verfiel das Schloss stark und wurde zwischen 1922 und 1932 renoviert. Während des Zweiten Weltkriegs wurde Schloss Raesfeld als Garnison für die Wehrmacht genutzt. Nach dem Krieg diente es bis März 1946 als Kriegsgefangenenlager, später als Notunterkunft für Ostvertriebene und die Raesfelder Volksschule. Von 1950 bis 1951 wurden die Kriegsschäden vom Handwerksverein Raesfeld e. V. beseitigt, die das Schlos bereits 1942 erworben hatten.

 

Seit 1952 ist Schloss Raesfeld Sitz der staatlich anerkannten Weiterbildungseinrichtung 'Akademie des Handwerks' für die Ausbildung der Fach- und Führungskräfte des Handwerks. Bis 1957 wurde das Innere des Schlosses für die Weiterbildung saniert und umgestaltet. Wände wurde entfernt, neue Fenster im Nordflügel durchgebrochen, ein Küchentrakt für die Schlossgastronomie angebaut und der Treppenaufgang im Innenhof umgebaut. Der Kulturkreis Schloß Raesfeld e. V. nutzt den Rittersaal für Konzerte und Vorlesungen. 2022 kaufte die Gemeinde Raesfeld weite Teile des Schlosses.

 

Steckbrief
NAME: Schloss Raesfeld WEBSITE: -
TYP: Wasserschloss URSPRUNG: um 1117
ADRESSE: Freiheit 25-27, 46348 Raesfeld BAUZEIT: 1604-1606
GPS: 51.763773, 6.827143 BESICHTIGUNG: nein
ZUSTAND: erhalten PARKANLAGE: ja, offen

 

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3. Burg Gemen

Burg Gemen in Borken im Münsterland (Burgen Münsterland)
 

Archäologen gehen davon aus, dass Burg Gemen schon im 9./10. Jhdt. als Motte errichtet wurde. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1274. Mitte des 13. Jahrhunderts ließ Goswin von Gemen die Burg zu einer Ringburg ausbauen. Ein Bergfried mit 2 m dicken Mauern wurde von einer kreisförmigen Ringmauer eingefasst. Im 14. Jhdt. wurde die Anlage durch eine zweite Außenmauer deutlich vergrößert. 1411 erweiterte Heinrich III. die Burg zu ihrer heutigen Größe. Um 1700 baute Hermann-Otto II. von Limburg-Styrum die Anlage zum Schloss um. Das heutige Erscheinungsbild stammt aus dieser Epoche. 1865 zerstörte ein Brand die Vorburg. Sie wurde 1882 im Stile der Neo-Renaissance wieder aufgebaut. Burg Gemen überstand den Zweiten Weltkrieg nahezu unbeschadet. 1946 pachtete die Stadt Münster das Schloss an und nutzt es seitdem als Jugendbildungsstätte.

 

Steckbrief
NAME: Burg Gemen WEBSITE: -
TYP: Wasserburg, Renaissance URSPRUNG: 9./10. Jhdt (Motte)
ADRESSE: Schloßplatz 1, 46325 Borken BAUZEIT: vor 1274
GPS: 51.862844, 6.866299 BESICHTIGUNG: nein
ZUSTAND: erhalten PARKANLAGE: ja, frei zugänglich

 

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4. Schloss Ahaus

Schloss Ahaus im Münsterland
 

Anfang des 11. Jahrhunderts befand sich an der Stelle des heutigen Schlosses eine Burg der Edelherren von Ahaus, wahrscheinlich in der Form einer Motte, die 1177 zerstört wurde. Der Nachfolgebau war vermutlich eine steinerne Ringmauerburg mit rundlichem Grundriss. Für das Jahr 1394 ist eine Kernburg mit Wohnhaus, einer Vorburg, einem Brauhaus und eine von Ahaus unabhängige Burgfreiheit dokumentiert. 1406 gelangte das Fürstbistum Münster in den Besitz der Anlage. Die verfallene Burg wurde Anfang des 15. Jahrhunderts wiederhergestellt und bis Mitte des 15. Jahrhunderts zu einer Landesburg ausgebaut.

 

Im Auftrag des Fürstbischofs Friedrich Christian von Plettenberg wurde die Burg 1688 abgerissen und an ihrer Stelle ein barockes Wasserschloss errichtet. Die Bauarbeiten waren 1695 abgeschlossen. Der Schlosspark wurde 1718 fertiggestellt. Im Siebenjährigen Krieg wurde das Schloss stark beschädigt. Im Zuge des Wiederaufbaus fügte der Barockbaumeister Johann Conrad Schlaun 1765–1767 einen Mittelrisalit mit großer Freitreppe in die Gartenfront ein. 1803 erwarben die Fürsten Salm-Salm und Salm-Kyrburg die Anlage und vermieteten sie an den Tabakfabrikanten Oldenkott, der den Nordflügel des Schlosses als Tabakfabrik nutzte.

 

Das Schloss wurde Ende des Zweiten Weltkriegs bei einem Bombenangriff völlig zerstört, die barocke Ausstattung fiel den Flammen zum Opfer. Nach dem Krieg erwarb der Kreis Ahaus die Anlage und baute sie wieder auf. 1952 zog die Kreisberufsschule Ahaus ins Schloss ein. Heute wird Schloss Ahaus von der Technischen Akademie Ahaus genutzt. Das Schloss kann nur nach Absprache besichtigt werden, der Schlosspark ist frei zugänglich.

 

Steckbrief
NAME: Schloss Ahaus WEBSITE: -
TYP: Wasserschloss, Barock URSPRUNG: 11. Jhdt.
ADRESSE: Sümmermannpl. 4, 48683 Ahaus BAUZEIT: 1688-1690
GPS: 52.075091, 7.009659 BESICHTIGUNG: nein, nur nach Absprache
ZUSTAND: erhalten PARKANLAGE: ja, frei zugänglich

 

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5. Burg Lüdinghausen

Renaissanceburg Lüdinghausen im Münsterland (Burgen Münsterland)
 

Im 12. Jahrhundert errichteten die Ritter von Lüdinghausen einen Wohnturm. Im 13. Jahrhundert wurden die Burgen Lüdinghausen, Wolfsberg und Vischering vom Fürstbischof von Münster erobert. Von 1569 bis 1573 wurde Burg Lüdinghausen vom Domkapitel zu einem Schloss im Stil der Renaissance auf den Mauern der alten Burg neu aufgebaut. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde das Schloss zu einer Festungsburg ausgebaut. 1829 gelangte die Burg in Privatbesitz und der Bergfried wurde abgebrochen. Von 1869 bis 1872 war auf der Burg eine Landschaftsschule untergebracht. 1879 erwarb die Stadt Lüdinghausen das Schloss und sanierte den Westflügel. 2000 wurde die Burg umfassend restauriert und modernisiert. Heute befindet sich ein soziokulturelles Zentrum in der Burg. Das Gebäude kann für Tagungen und Veranstaltungen gemietet werden.
 

Steckbrief
NAME: Burg Lüdinghausen WEBSITE: burg-luedinghausen.de
TYP: Wasserburg, Renaissance URSPRUNG: 12. Jhdt (Wohnturm)
ADRESSE: Amthaus 14, 59348 Lüdinghausen BAUZEIT: 1569-1573
GPS: 51.771669, 7.439925 BESICHTIGUNG: ja, Führungen
ZUSTAND: erhalten PARKANLAGE: ja, frei zugänglich

 

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6. Burg Vischering

Burg Vischering in Lüdinghausen im Münsterland
 

Burg Vischering in Lüdinghausen im Münsterland wurde kurz vor 1271 als sogenannte Zwingburg errichtet, um die Rechte des Bischofs gegen die Lüdinghauser Bürger zu sichern. Zur Verteidigung stellte der Bischof drei Burgmannen, einen Kaplan, einen Pförtner und drei Wächter ab. Die Burg hatte in der ursprünglichen Form außen keine Fenster, sondern Schießscharten, besaß aber ab Mitte des 14. Jhdt. eine Vorburg.

 

1521 zerstörte ein Feuer die Burg fast vollständig. Die Burg wurde in den folgenden Jahrzehnten bis 1580 im Stile der Renaissance neu aufgebaut. 1617 kam die sogenannte Auslucht hinzu, ein Ausbau, der in den Hausteich ragt. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Burg 1634 für ein paar Monate von hessischem Militär besetzt. Die Burg überstand die Jahrhunderte nahezu unverändert. Nur 1720 wurde ein zweiflügeliges Wirtschaftsgebäude angefügt.

 

Im 2. Weltkrieg kam es 1944 zu erheblichen Schäden durch eine Luftmine. Speicher und Getreidemühle wurden vollständig zerstört, Brücke und Zugbrückentor zur Hauptburg schwer beschädigt. Die Kriegsschäden wurden von 1948 bis 1952 weitgehend beseitigt. Die Instandhaltungsarbeiten zogen sich aber noch bis 1963. Seit den 1970er Jahren beherbergt die Burg das Münster­land­museum.
 

Steckbrief
NAME: Burg Vischering WEBSITE: burg-vischering.de
TYP: Wasserburg, Trutzburg, Renaissance URSPRUNG: vor 1271
ADRESSE: Berenbrock 1, 59348 Lüdinghausen BAUZEIT: 1521-1580
GPS: 51.776294, 7.443081 BESICHTIGUNG: ja
ZUSTAND: erhalten PARKANLAGE: nein

 

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7. Schloss Nordkirchen

Schloss Nordkirchen im Münsterland
 

Schloss Nordkirchen ist ein Barockschloss in Nordkirchen im Münsterland. Aufgrund seiner imposanten Gebäude und weitläufigen Gartenanlagen wird es auch das "Westfälische Versailles" genannt. Die Anfänge des Schlosses gehen auf eine Wasserburg zurück, die von Johann III. von Morrien 1398 erbaut wurde. Die Familie Morrien gewann im 15. Jahrhundert an Ansehen und Macht im Fürstbistum Münster. Ab 1528 wurde der Familienbesitz als Schloss neu gebaut und erweitert. Für das Verteidigungssystem mit weitläufigen Wällen und Wassergräben musste das Dorf mitsamt Dorfkirche rund 500 m Richtung Norden verlegt werden. 1561 wurde das Gut aus der Erbpacht des Werdener Klosters ausgelöst und war fortan freies Eigentum der Familie. Der Dreißigjährige Krieg wurde ohne Schäden überstanden.

 

1694 kaufte der Fürstbischof von Münster, Friedrich Christian von Plettenberg-Lenhausen das Anwesen, sowie weitere Ländereien der Umgebung. Er ließ das Schloss abreißen und an gleicher Stelle ein Schloss im Stil des französischen Barock-Klassizismus errichten. Die Bauarbeiten begannen 1703 und wurden von seinem Sohn Ferdinand von Plettenberg fortgeführt. Mit Fertigstellung des großzügigen Schlossgartens wurden die Bauarbeiten 1734 abgeschlossen.

 

Im Laufe der nächsten zwei Jahrhunderte wurde das Schloss mehrfach weiter ausgebaut. Es überstand beide Weltkriege weitgehend unbeschadet. 1958 kaufte das Land NRW das mittlerweile einsturzgefährdete Schloss. Die aufwendigen Instandhaltungs- und Restaurationsmaßnahmen zogen sich bis Anfang der 1990er Jahre. Seit 1950 befindet sich die Hochschule für Finanzen Nordrhein-Westfalen im Schloss. Diese vermittelt auch Führungen durch das Schloss.
 

Steckbrief
NAME: Schloss Nordkirchen WEBSITE: schloss.nordkirchen.net
TYP: Wasserschloss, Barock URSPRUNG: 1398 (Wasserburg)
ADRESSE: Schloß 1, 59394 Nordkirchen BAUZEIT: 1703-1734
GPS: 51.731788, 7.534200 BESICHTIGUNG: nur geführte Gruppen
ZUSTAND: erhalten PARKANLAGE: ja, ganzjährig

 

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8. Schloss Westerwinkel

Schloss Westerwinkel im Münsterland
 

Eine Burganlage in Westerwinkel wurde erstmals 1225 urkundlich erwähnt. Er wird vermutet, dass es sich um eine Wasserburg mit zwei Gräben und Wällen handelte. Westerwinkel gehörte ab ca. 1000 zur Grafschaft Hövel. Aufgrund seiner strategisch bedeutenden Lage am Rande des Einflussgebiets von Münster vermuten Historiker bereits zu diesem frühen Zeitpunkt eine Wehranlage in Westerwinkel, Belege dafür gibt es aber nicht.

 

Das heutige Schloss Westerwinkel wurde von 1663 bis 1696 gebaut. Es ist eines der ersten Barockschlösser Westfalens. Seit dem 17. Jahrhundert wurde die Anlage nicht mehr umgebaut. Das heutige Erscheinungsbild ist im Wesentlichen das des 17. Jahrhunderts. Lediglich einer der Gebäudeflügel wurde durch ein Feuer zerstört und nicht wieder aufgebaut.

 

Schloss Westerwinkel ist bis heute in Privatbesitz. Im weitläufigen Landschaftspark befindet sich ein Golfplatz. Das Schloss kann besichtigt werden.

 

Steckbrief
NAME: Schloss Westerwinkel WEBSITE: -
TYP: Wasserschloss, Barock URSPRUNG: vor 1225 (Wasserburg)
ADRESSE: Horn-Westerwinkel 1, 59387 Ascheberg BAUZEIT: 1663 bis 1668 (heutiges Schloss)
GPS: 51.739384, 7.642536 BESICHTIGUNG: nur geführte Gruppen
ZUSTAND: erhalten PARKANLAGE: ja, ganzjährig

 

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9. Schloss Senden

Schloss Senden im Münsterland
 

Im Mittelalter wurde das Rittergut Senden unter dem Namen Benekamp erwähnt. 1384 gelangte es in den Besitz der Herren von Droste zu Kakesbeck. Unter der Herrschaft von Ludeke Droste (1405-1466) wurde eine Wasserburg gebaut. Sein Sohn Sander II. Droste zu Senden errichtete in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts das Herrenhaus in seiner heutigen Form. Der für das Münsterland typische Dreistaffelgiebel gilt als das älteste erhaltene Baudenkmal seiner Art.

 

Seit 1566 tobte der Freiheitskampf der niederländischen Stände gegen die spanische Herrschaft. Der Befreiungskrieg griff ab 1587 auch auf das benachbarte Westfalen über. Schloss Senden wurde durch spanische Truppen erobert und schwer beschädigt. Im siebenjährigen Krieg wurde Senden von den Franzosen 1759 angegriffen und erobert. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde die Anlage mehrfach aus- und umgebaut. 1899 fiel der hintere Teil des Schlosses einem Brand zum Opfer. Die eingestürzten Teile wurden mit Backsteinen wieder aufgebaut und blieben unverputzt.

 

1958 verkaufte die Familie von Droste zu Senden das Schloss an einen Privatmann. Das Gebäude stand zuletzt größtenteils leer. 2015 wurde der 'Schloss Senden e. V.' gegründet. Der Verein kaufte das Schloss auf und sicherte die Bausubstanz. Seit 2018 wird Schloss Senden mit Fördermitteln der Bezirksregierung Münster, der Deutschen Stiftung für Denkmalschutz und der Gemeinde Senden saniert und restauriert.

 

Steckbrief
NAME: Schloss Senden WEBSITE: -
TYP: Wasserschloss, Renaissance URSPRUNG: vor 1350
ADRESSE: Holtrup 3, 48308 Senden BAUZEIT: 2. Hälfte 15. Jhdt (heutiges Schloss)
GPS: 51.850744, 7.474862 BESICHTIGUNG: nein
ZUSTAND: erhalten PARKANLAGE: ja, ganzjährig

 

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10. Kolvenburg

Kolvenburg in Billerbeck im Münsterland
 

Die Kolvenburg in Billerbeck wurde im 13. Jahrhundert von den Rittern von Billerbeck erbaut. Vermutlich befand sich an dem Burgplatz etwas weiter südlich bereits vorher eine Motte (Turmburg). Die Anlage war lange Jahre unter dem Namen Voetshues oder Burg Overwater bekannt. Ihren heutigen Namen erhielt die Kolvenburg erst im 16. Jahrhundert. Namenspatron war die Familie Colve, die aber bereits 1349 ausstarb. Die Burg wurde 1456 in der Münsterschen Stiftsfehde zerstört und nicht wieder aufgebaut. Stattdessen wurde an gleicher Stelle ein Haus mit ummauertem Hof errichtet. Das Haus wurde in mehreren Schritten in den Hof erweitert. In der letzten Ausbaustufe in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde der gesamte Hof überbaut. Die heutige Form der Burg stammt aus dem Jahr 1596. Die Kolvenburg wurde von 1958 bis 1976 umfassend vom Kreis Coesfeld renoviert. Heute befindet sich in der Burg ein Kulturzentrum. Das Standesamt Billerbeck nutzt die Kolvenburg für Trauungen.
 

Steckbrief
NAME: Kolvenburg WEBSITE: kolvenburg.de
TYP: Niederungsburg, Renaissance URSPRUNG: 13. Jhdt. (Motte)
ADRESSE: An d. Kolvenburg 3, 48727 Billerbeck BAUZEIT: 15. Jhdt. (heutige Burg)
GPS: 51.973252, 7.288515 BESICHTIGUNG: ja, Öffnungszeiten
ZUSTAND: erhalten PARKANLAGE: ja, frei zugänglich

 

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11. Haus Havixbeck

Haus Havixbeck in Havixbeck im Münsterland
 

Die Ursprünge von Haus Havixbeck gehen vermutlich auf den Stammsitz der Ritter von Havekesbecke im 12./13. Jhdt. zurück. Der Hof Havixbeck ist urkundlich im Jahr 1369 erwähnt. Bis 1654 wurde dem alten Herrenhaus der heutige westliche Teil angebaut. Um 1670 wurde der massive Torturm errichtet. Im 19. Jhdt. wurde das Schloss mehrfach aus- und umgebaut. Um 1850 wurden Vorburg und Kernburg verbunden, die bis dahin auf separaten Inseln standen und erst durch eine Zugbrücke und ab 1831 durch eine gemauerte Brücke verbunden waren. 1905 wurde die feste Brücke am südlichen Ende der Schlossinsel gebaut. Der Giebel des Herrenhauses erhielt 1931 seine heutige Form. Das Schloss ist heute in Privatbesitz und nicht öffentlich zugänglich.

 

Steckbrief
NAME: Haus Havixbeck WEBSITE: -
TYP: Wasserschloss, Renaissance URSPRUNG: 12./13. Jhdt.
ADRESSE: Josef-Heydt-Straße 1, 48329 Havixbeck BAUZEIT: um 1562
GPS: 51.971423, 7.40936066 BESICHTIGUNG: nein
ZUSTAND: erhalten PARKANLAGE: nein

 

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12. Burg Hülshoff

Burg Hülshoff in Havixbeck im Münsterland
 

Burg Hülshoff in Havixbeck bei Münster ist eine für das Münsterland typische Wasserburg aus dem 11. Jahr­hundert. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1349. Die Burganlage wurde von 1540 bis 1545 zu einem Renaissanceschloss mit Herrenhaus umgebaut. Burg Hülshoff ist das Geburts­haus der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848). Die weitläufige Parkanlage mit Teehäuschen stammt aus dem 17. Jahrhundert. Das Schloss beher­bergt heute das Droste-Museum und kann besichtigt werden.

Steckbrief
NAME: Burg Hülshoff WEBSITE: burg-huelshoff.de
TYP: Niederungsburg, Wasserschloss, Renaissance URSPRUNG: 11. Jhdt
ADRESSE: Schonebeck 6, 48329 Havixbeck BAUZEIT: 1540-1545
GPS: 51.971514, 7.503798 BESICHTIGUNG: ja, Museum
ZUSTAND: erhalten PARKANLAGE: ja, öffentlich

 

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13. Haus Rüschhaus

Haus Rüschenhaus in Münster im Münsterland
 

Haus Rüschhaus ist ein Landsitz in Münsters Stadtteil Nienberge. Es wurde von 1745 bis 1748 erbaut. 1825 kaufte der Burgherr der Burg Hülshoff, Freiherr Clemens-August II. von Droste zu Hülshoff das Anwesen. Seine Tochter, die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff, lebte 20 Jahre im Rüschhaus und schrieb hier u. a. ihr bekanntestes Werk 'Die Judenbuche'.
 

Steckbrief
NAME: Haus Rüschhaus WEBSITE: burg-huelshoff.de
TYP: Landsitz, Herrenhaus, Gräftenhof URSPRUNG: -
ADRESSE: Am Rüschhaus 81, 48161 Münster BAUZEIT: 1745-1748
GPS: 51.985404, 7.551080 BESICHTIGUNG: ja, Öffnungszeiten
ZUSTAND: erhalten PARKANLAGE: ja, Öffnungszeiten

 

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14. Schloss Münster

Schloss Münster in Münster im Münsterland
 

Die Residenz der Fürstbischöfe zu Münster befand sich im Mittelalter im Fürstenhof am Domplatz. Ab 1661 befand sich der Sitz der Bischöfe im Fraterhaus zum Springborn am Krummen Timpen. Der Siebenjährige Krieg zog Münster schwer in Mitleidenschaft. Am Ende des Krieges, im Jahr 1764, wurde entschieden, die Befestigungsanlagen zu schleifen. Am Ort der ehemaligen Zitadelle (1661 bis ca. 1700) ließ Fürstbischof Maximilian Friedrich von 1767 bis 1787 ein barockes Residenzschloss bauen. Auf der Rückseite entstand ein Schlossgarten nach französischem Vorbild.

 

Der Reichsdeputationshauptschluss von 1803 beendete die Rolle Münsters als Hochstift. Das Residenzschloss verlor seine Funktion als Sitz der Fürstbischöfe. Das Schloss wurde in der Folge vom preußischen Zivilgouverneur Freiherr vom Stein und dem Generalfeldmarschall Gebhard Leberecht von Blücher bewohnt. Ab 1815 diente das Schloss als Sitz des jeweiligen Oberpräsidenten der Provinz Westfalen.

 

Zur Zeit des Nationalsozialismus hatte das Staatshochbauamt seinen Sitz im Schloss. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss bei Luftangriffen mehrfach schwer beschädigt. 1945 brannte das Gebäude dann bis auf die Außenmauern ab. Teile der Inneneinrichtung konnten aber gerettet werden.

 

1947 begann der Wiederaufbau mit dem Ziel der Nutzung durch die Universität, deren Gebäude vollständig zerstört worden waren. 1949 war der Südflügel wiederhergestellt, erste Vorlesungen fanden im selben Jahr statt. 1950 wurde auch der Mittelbau fertiggestellt. 1954 wurde das Schloss dann offiziell Sitz der Westfälischen Wilhelms-Universität zu Münster. Bis heute nutzt die Universität die Gebäude des Schlosses für das Rektorat, die Verwaltung, die Aula sowie eine Reihe von Hörsälen.

 

Steckbrief
NAME: Schloss Münster WEBSITE: -
TYP: Residenzschloss, Barock URSPRUNG: -
ADRESSE: Schlossplatz 2, 48149 Münster BAUZEIT: 1767-1787
GPS: 51.963593, 7.613160 BESICHTIGUNG: ja, Führungen
ZUSTAND: erhalten PARKANLAGE: ja, offen

 

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15. Erbdrostenhof

Erbdrostenhof in Münster im Münsterland
 

Der Erbdrostenhof an der Salzstraße in Münster ist ein barockes Adelspalais. Es wurde von 1753 bis 1757 vom Erbdrosten Adolf Heidenreich Freiherr Droste zu Vischering erbaut. Ein Droste bezeichnet einen Beamten, der als Stellvertreter eines Landesherrn die militärische, richterliche und polizeiliche Verwaltung eines definierten Bezirks übernimmt.

 

Im Zweiten Weltkrieg wurde der Erbdrostenhof zerstört und von 1953 bis 1970 wiederaufgebaut. Nachdem das Westfälische Amt für Denkmalpflege in das Landeshaus Westfalen-Lippe umgezogen war, beherbergte der Erbdrostenhof bis heute das LWL Museumsamt für Westfalen, die Historische Kommission, die Literaturkommission und die Droste-Forschungsstelle. 2012 wurde die Fassade umfassend saniert.

 

Steckbrief
NAME: Erbdrostenhof WEBSITE: -
TYP: Herrenhaus, Barock URSPRUNG: -
ADRESSE: Salzstraße 38, 48143 Münster BAUZEIT: 1753-1757
GPS: 51.960874, 7.632178 BESICHTIGUNG: nein, nur bei Festveranstaltungen
ZUSTAND: erhalten PARKANLAGE: nein

 

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16. Schloss Burgsteinfurt

Schloss Burgsteinfurt in Steinfurt im Münsterland
 

1129 wird Rudolf II. von Stenvorde als Burgherr eines Wohnturms auf einem künstlich aufgehäuften Hügel (Motte) in Steinfurt urkundlich erwähnt. Ein weiterer Wehrturm, der mächtige Buddenturm, wurde wenig später errichtet. Die Burganlage mit den beiden Türmen wurde 1164 in einer Fehde mit den Herren von Ascheberg zerstört und mit Unterstützung des Kölner Erzbischofs wieder aufgebaut. Im 13. Jahrhundert wurde der Wohnturm zu einem Rittersall umgebaut, die beiden Türme erhielten eine Wehrmauer. Eine Vorburg mit Wirtschaftsgebäuden und zwei Burgmannenhäusern ergänzte die Burganlage.

 

1421 starb das Herrschergeschlecht der Herren von Steinfurt aus. Die Burg fiel an den Grafen von Bentheim, der die Burg nicht als Wohnsitz nutzte, sodass die Burg im 15. Jahrhundert zusehends verfiel. Erst Mitte des 16. Jahrhunderts wurde die Burg wieder bewohnt. Gräfin Walburg von Brederode ließ die Anlage ab 1558 sanieren und zu einem Schloss erweitern.

 

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde das Schloss mehrfach von den verschiedenen Kriegsparteien erobert und besetzt. Das ging nicht spurlos an der Anlage vorbei. Erste Instandhaltungsarbeiten mussten 1661 durchgeführt werden. Zwischen 1706 und 1715 und zwischen 1723 und 1729 wurde das Schloss dann komplett neu aufgebaut und zu einem barocken Schloss umgebaut. Der Buddenturm und die Ringmauer wurden zwischen 1773 und 1779 abgetragen. Von 1877 bis 1898 wurde Schloss Burgsteinfurt vom Münsteraner Architekten Franz Anton Nordhoff restauriert und modernisiert. Die Verbindungsbrücke stammt aus dieser Zeit.

 

Das Schloss ist nach wie vor im Besitz der Fürsten zu Bentheim und Steinfurt, die die Anlage als privaten Wohnsitz nutzen. Eine Besichtigung des Schlosses ist nicht möglich.

 

Steckbrief
NAME: Schloss Burgsteinfurt WEBSITE: -
TYP: Wasserschloss, Niederungsburg URSPRUNG: 1129
ADRESSE: Burgstraße 16, 48565 Steinfurt BAUZEIT: ab 1558
GPS: 52.145717, 7.341833 BESICHTIGUNG: nein
ZUSTAND: erhalten PARKANLAGE: ja, privat

 

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17. Burg Bentheim

Burg Bentheim in Bad Bentheim
 

Burg Bentheim liegt auf einer Anhöhe im gleichnamigen Ort Bad Bentheim am nördlichen Rand des Münsterlandes. Sie wurde auf den Resten einer germanischen Fliehburg errichtet. Die Bauzeit ist unbekannt. Die älteste urkundliche Erwähnung der Burg stammt aus dem Jahr 1050. Graf Otto von Northeim wird 1020 als Eigentümer der Burg genannt. 1116 wurde die Burg von Herzog Lothar von Süpplinburg (der spätere Kaiser Lothar III.) erobert und vollkommen zerstört. Burg Bentheim wurde bald darauf wieder aufgebaut und von Graf Otto von Salm-Rheineck bewohnt. 1146 gelangte der Bischof von Utrecht nach einer bewaffneten Auseinandersetzung in den Besitz der Burganlage, die er bis 1190 als Lehen führte.

 

Im 14. Jahrhundert gab es häufiger Fehden zwischen der selbstständigen Grafschaft von Bentheim mit den Bistümern Utrecht und Münster. 1489 begannen die Arbeiten am Pulverturm. Das Herrschaftsgebiet der Herren von Bentheim im 16. Jahrhundert reichte von Bentheim über Steinfurt und Tecklenburg bis nach Limburg an der Lenne.

 

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg 1626 mehrfach besetzt und ausgeraubt. Die Burg erlitt in dieser Zeit große Schäden, Teile der Burg wurden zerstört. Missernten und die Pest im Jahr 1636 und erneut im Jahr 1664 setzten der Grafschaft stark zu. 1752 wurde die Grafschaft an das Kurfürstentum Hannover verpfändet. Im Siebenjährigen Krieg von 1756 bis 1763 wurde die Burg mehrfach von französischen und englischen Truppen erobert. 1795 wurde sie von der französischen Revolutionsarmee eingenommen und stark beschädigt.

 

Nach den Kriegswirren diente die Burg als Verwaltungszentrum, Gericht und von 1817 bis 1865 als Gefängnis. Unter der Herrschaft von Napoleon gelangte die Anlage, zu diesem Zeitpunkt bereits unbewohnbar, wieder in den Besitz der Grafen von Bentheim. Ab 1848 wurde langsam begonnen, die Burg wieder aufzubauen. Alexis II. zu Bentheim und Steinfurt ließ den mittelalterlichen Palas "Kronenburg" von 1883 bis 1914 zur Residenz im neugotischen Stil ausbauen.

 

Die Burg wird heute als Museum benutzt. Führungen können am Wochenende gebucht werden. Im Ernst-August-Salon finden Hochzeiten statt.

 

Steckbrief
NAME: Burg Bentheim  WEBSITE: burg-bentheim.de
TYP: Höhenburg, Neugotik URSPRUNG: 1050
ADRESSE: Schloßstraße 16, 48455 Bad Bentheim BAUZEIT: vor 1050
GPS: 52.302707,+7.157134 BESICHTIGUNG: ja
ZUSTAND: erhalten PARKANLAGE: ja, öffentlich

 

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