Bereits im frühen Mittelalter wurde im Ruhrgebiet Steinkohle im Tagebau für den Eigenbedarf gewonnen. Die erste kommerzielle Förderung der Kohle geht auf das Jahr 1296 zurück. Im 17. Jahrhundert wurde die Kohle vermehrt untertage abgebaut. Dazu trieb man Stollen unterhalb des Kohlevorkommens in den Berg. Das Grundwasser wurde über tieferliegende Erbstollen abgeführt. Mit der aufblühenden Industrialisierung Mitte des 19. Jahrhunderts gelang es den Unternehmen durch immer neuere Technologien, wie verbesserte Entwässerung und Bewetterung, auch in den tiefen nördlichen Bereichen des Ruhrgebiets zu fördern. Die Tiefbauzechen drangen im Verlauf der nächsten 100 Jahre in Tiefen von bis zu 1.340 Metern vor. Die Blütezeit erreichte der Steinkohlenbergbau im Ruhrgebiet in den Jahren zwischen 1880 und 1914 und in den 1950er Jahren. Fast eine halbe Million Menschen arbeiteten im Bergbau, die Fördermenge erreichte eine Jahresleistung von 125 Mio. Tonnen Kohle. Ende der 1950er Jahre gelangte die deutsche Kohleindustrie in eine Krise. Billigere Importe aus anderen Regionen der Erde und der neue Energieträger Erdöl kamen auf den Markt und verdrängten die heimische Kohle. Neue Technologien und starke Rationalisierung konnten den Niedergang der Kohleindustrie nicht verhindern. Stark subventioniert wurde die Steinkohleindustrie noch bis ins 21. Jahrhundert aufrechterhalten. 2000 war die Belegschaft bereits auf ein Zehntel der goldenen Ära zusammengeschrumpft. Im September 2018 stelle die Zeche Prosper-Haniel in Bottrop als letzte von ehemals über 500 Zechen im Ruhrgebiet ihren Betrieb ein. Die meisten Schächte wurden verfüllt, viele Gebäude über Tage abgerissen. Eine Reihe von Zechengebäuden und Fördertürmen sind als Industriedenkmal erhalten geblieben, stumme Zeugen einer einst florierenden Kohleindustrie. 

Zechen im Ruhrgebiet


Übersicht

Zechen


1. Zeche Rossenray, Kamp-Lintfort

Förderturm Zeche Rossenray in Kamp-Lintfort, Ruhrgebiet, Deutschland, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Die Vorarbeiten zur Errichtung der Zeche Rossenray begannen 1909, wurden aber durch den Ersten Weltkrieg unterbrochen. 1937 nahm die Friedrich Krupp AG die Vorarbeiten wieder auf, die bei Kriegsende aber erneut unterbrochen wurden. Erst unter der Nachfolgegesellschaft  Bergwerke Essen-Rossenray wurden die Arbeiten 1955 wieder aufgenommen. 1957 erreichte man auf einer Teufe von 425 Meter Steinkohle. 1960 waren die erste und zweite Sohle eingerichtet. Das Bergwerk ging 1962 in Betrieb. 1966 wurde die Endteufe von 1.007 m erreicht. Die höchste Fördermenge wurde 1969 mit mehr als 1 Mio t erbracht mit einer Belegschaft von 1.085 Bergleuten. 

 

1970 wurde für Schacht 1 eine neuartige Fördertechnik, die sog. Gefäßförderung  eingeführt. Dafür wurde ein ca. 100m hoher Betonförderturm gebaut. Seitlich im unteren Drittel auf beiden Seiten des Turms sollte ursprünglich die Sieberei der Skipförderung untergebracht werden. Das kreuzförmige Gebäude wurde zur Landmarke Kamp-Lintforts.   

 

Im Mai 2011 wurde der Betrieb auf der Zeche Rossenray eingestellt. Das Fördergerüst über Schacht 2 wurde 2012 abgerissen. Oktober 2019 begannen die Abrissarbeiten an dem Betonförderturm Rossenray über Schacht 1. Aufgrund seiner Lage wurde entschieden, das Gebäude nicht zu sprengen sondern zurück zu bauen. Dafür wurde eigens im ersten Bauabschnitt ein Abrissgerät auf das Gebäude gehievt. Das Foto zeigt die Abrissarbeiten des zweiten Bauabschnitts im Juni 2020, die mittels eines hohen Baukrans durchgeführt werden.

 

Link: Wikipedia

 

Quellen: Hermann 2008 (Die alten Zechen an der Ruhr), Wikipedia, ein Zeitzeuge.

 

Foto: 

Titel: Zeche Rossenray

Adresse: Rheinberger Str. 400, 47475 Kamp-Lintfort

GPS: 51.517773, 6.558600

Kamera: Canon EOS 5D Mark III 

Objektiv: EF16-35mm f4/L IS USM

Aufnahme: 8.06.2020, 16:44

Exif: 22mm, f/8, ISO 100, 1/3200 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

2. Zeche Friedrich Heinrich, Kamp-Lintfort

Zeche Friedrich Heinrich in Kamp-Lintfort, Ruhrgebiet, Deutschland, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Die Verleihungsurkunde für das Feld Humboldt geht auf das Jahr 1862 zurück. Erste Probebohrungen fanden auf Friedrich Heinrich aber erst zwischen 1901 und 1906 statt. Das Abteufen der Schächte 1 und 2 wurde ab 1908 im Gefrierverfahren durchgeführt. Die Kohleförderung begann 1912 in einer Teufe von 350 und 400 Metern. Schacht 1 (Stahlbetonförderturm) wurde als Förderschacht, Schacht 2 (Strebengerüst) als Wetterschacht genutzt. 1925 wurden erstmals stählerne Strebstempel eingesetzt. 1931 wurde das Feld Norddeutschland übernommen. 1940 lag die Fördermenge bei 2,4 Mio. t mit einer Belegschaft von 5.095 Beschäftigten. Bei Kriegsende wurden die Produktionsanlagen durch Bombenangriffe stark beschädigt. 1974 fand der Durchschlag zu den Zechen Pattberg und Rossenray. Die Fördermenge lag 1975 bei 2,6 Mio. t bei über 5.000 Mitarbeitern. Ab 1985 wurde der Schacht 3 von der 600 Meter Sohle auf 1.000 Meter abgeteuft, um rund 20 Mio. t Kohlevorkommen im Südfeld abbauen zu können. 1987 erfolgte der Durchschlag zur Zeche Niederberg. 1990 übernahm Friedrich Heinrich die Förderung der Zeche Rossenray. 1993 wurden die Schächte Friedrich Heinrich 1/2/3/4, Rheinpreußen 8/9, Rheinland 6/7 (Pattberg) und Rossenray 1/2 zum Verbundbergwerk Friedrich Heinrich/Rheinland zusammengelegt. 2002 erfolgte der Verbund mit mit dem Bergwerk Niederberg zum Bergwerk West. Schacht Friedrich Heinrich wurde ab da nur noch als Wetterschacht genutzt. Die Höchstfördermenge erzielte der Verbund West 1993 mit 4,2 Mio. t. Bergwerk West war bei seiner Schließung Ende 2012 das viertletzte aktive Bergwerk in Deutschland.

 

Link: Wikipedia

 

Quellen: Hermann 2008 (Die alten Zechen an der Ruhr), Wikipedia.

 

Foto: 

Titel: Zeche Friedrich Heinrich

Adresse: Friedrich-Heinrich-Allee 90, 47475 Kamp-Lintfort

GPS: 51.494203, 6.547613

Kamera: Canon EOS 5D Mark III 

Objektiv: EF100-400mm f4.5-5.6L IS II USM

Aufnahme: 8.06.2020, 16:05

Exif: 300mm, f/8, ISO 100, 1/125 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

3. Zeche Niederberg, Neukirchen-Vluyn

Zeche Niederberg in Neukirchen-Vluyn, Ruhrgebiet, Deutschland, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Für das Abteufen der Schächte 1 und 2 wurde 1912 das Gefrierverfahren angewendet. Verzögert durch den 1. Weltkrieg konnte die Förderung erst 1917 aufgenommen werden. 1935 förderte die Zeche 623.000 t bei einer Belegschaft von 1.280 Bergleuten. Nach Zukauf weiterer Felder stieg die Jahresleistung 1940 auf 964.000 t Kohle mit 1.870 Beschäftigten. 1954 begannen die Arbeiten an Schacht 3  in Moers-Kapellen, der 1957 die Förderung aufnahm. Es folgten 1963 Schacht 4 in Kempen-Tönisberg und 1969 Schacht 5, der 1977 die volle Förderung aufnahm. 1998 erzielte Niederberg die höchste Fördermenge pro Mann in einer Schicht: 9 Tonnen bei einem Durchschnitt von 6 t im deutschen Steinkohlenbergbau. Die Förderung wurde Ende 2001 eingestellt und die Zeche Niederberg wurde 2002 mit Friedrich Heinrich / Rheinland zum Verbund Bergwerk West zusammengelegt.

 

Link: Wikipedia

 

Quellen: Hermann 2008 (Die alten Zechen an der Ruhr), Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Zeche Niederberg

Adresse: Niederrheinallee, 47506 Neukirchen-Vluyn

GPS: 51.441483, 6.555265

Kamera: Canon EOS M6 

Objektiv: EF-M15-45mm f3.5-6.3 IS STM

Aufnahme: 25.06.2020, 17:29

Exif: 15mm, f/11, ISO 100, 1/250 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

4. Zeche Rheinpreußen, Moers

Fördergerüst oder Förderturm Zeche Rheinpreußen in Moers, Ruhrgebiet, Deutschland, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

1851 führte der Unternehmer Franz Haniel erste Mutungsbohrungen durch. Er stieß in 175m Tiefe auf Kohle. Erste Tagesanlagen auf Rheinpreußen 1 wurden 1857 gebaut. Schacht 1 nahm 1884 den Betrieb auf. 1900 begannen die Arbeiten an Schacht 4, hier abgebildet. Der Betrieb wurde 1904 aufgenommen, zwei Jahre später lag die Fördermenge schon bei 757.000 Tonnen. Die maximale Jahresförderung erreichte der Schacht 4 im Jahr 1951 mit 1.140.000  t. 1963 wurde der Schacht 4 zu einem Wetterschacht umgebaut. 1964 folgte die Stilllegung des Feldes von Schacht 4. 1968 wurde die Zeche Rheinpreußen in die neu gegründete Ruhrkohle AG eingegliedert.

 

Die Zeche Rheinpreußen bestand aus 9 Schächten. Die Belegschaft hatte 1953 ihr Maximum mit 12.034 Mitarbeitern. 1966 erreichte das Bergwerk seine Höchstfördermenge von 4,7 Mio Tonnen Kohle mit einer Belegschaft von 9.363 Bergleuten. 1971 wurde Rheinpreußen mit dem Verbundbergwerk Rheinland zusammengeführt. Die Stilllegung erfolgte 1990. 

 

Link: Wikipedia

 

Quellen: Bergbaumuseum und Industriedenkmal Rheinpreußen, Hermann 2008 (Die alten Zechen an der Ruhr), Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Rheinpreussen IV

Adresse: Zechenstraße 65-69, 47443 Moers

GPS: 51.454468, 6.664237

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF16-35mm f/4L IS USM

Aufnahme: 8.06.2020, 19:17

Exif: 28mm, f/9.0, ISO125, 1/60 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

5. Zeche Lohberg, Dinslaken

Zeche Lohberg, Dinslaken, Ruhrgebiet, Deutschland, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Das Bergwerk Lohberg wurde 1905 für die Kohleversorgung des Bandeisenwalzwerks in Dinslaken gegründet. 1907 wurden die Schächte 1 und 2 abgeteuft, 1914 wurden in einer Tiefe von 480 Metern die Kohleförderung aufgenommen. 1926 wurde die Zeche in die neu gegründete Vereinigte Stahlwerke AG eingegliedert. 1953 ging sie dann an die Hamborner Bergbau AG. Das Fördergerüst über Schacht 2, hier auf dem Foto abgebildet, wurde 1956 gebaut. Mit 70 Metern Höhe war es das höchste im Ruhrgebiet zu seiner Zeit. 1992 erfolgte auf der 5. Sohle der Durchbruch zur Schachtanlage Osterfeld in Oberhausen. Zeche Lohberg wurde 2005 stillgelegt. Seit 2007 werden die Anlagen abgebrochen.   

 

Link: Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Zeche Lohberg

Adresse: Hünxer Str. 374, 46537 Dinslaken

GPS: 51.581242, 6.761509

Kamera: Canon EOS M6 

Objektiv: EF-M15-45mm f3.5-6.3 IS STM

Aufnahme: 26.06.2020, 20:54

Exif: 15mm, f/8, ISO 100, 1/60 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

6. Zeche Thyssen, Duisburg

Bergwerk Thyssen Schacht 6, Duisburg-Marxloh, Ruhrgebiet, Deutschland, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Schacht 1 der Zeche Friedrich Thyssen wurde 1871 abgeteuft, mit die Förderung wurde 1875 begonnen. Die Arbeiten an Schacht 6, hier auf dem Bild abgebildet, wurde 1903 begonnen, er ging 1907 in Betrieb. Die Anlagen über Tage wurden bereits 1928 stillgelegt. Die Förderung der Felder unter Schacht 1 und 6 erfolgte über die Schächte 2/5 und 4/8. Die Schächte 2/5 wurden 1976 stillgelegt und verfüllt. Ein Jahr später folgten die Schächte 4/8. Von den Tagesanlagen ist nur der Förderturm über Schacht 6 in Duisburg-Marxloh erhalten. 

 

Link: Wikipedia

 

Quellen: Hermann 2008 (Die alten Zechen an der Ruhr), Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Zeche Friedrich Thyssen

Adresse: Hufstraße 54, 47166 Duisburg

GPS: 51.494407, 6.768027

Kamera: Canon EOS M6 

Objektiv: EF-M15-45mm f3.5-6.3 IS STM

Aufnahme: 26.06.2020, 21:36

Exif: 26mm, f/8, ISO 1000, 1/60 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

7. Zeche Sterkrade, Oberhausen

Bergwerk Zeche Sterkrade, Oberhausen, Ruhrgebiet, Deutschland, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

1898 wurde der erste Schacht der Zeche Sterkrade abgeteuft. Aufgrund eines Schwimmsandeinbruchs auf Schacht Hugo wurde das dort geplante Fördergerüst 1899 kurzfristig auf Schacht Sterkrade errichtet. 1901 erreichte der Schacht in 278 m Tiefe das Karbon. 1902 wurde die erste Sohle in 296m Teufe, die 2. Sohle in 362m Teufe angesetzt. Im gleichen Jahr wurde in unmittelbarer Nähe der 2. Schacht abgeteuft. Die Gebäude übertage wurden 1903 fertiggestellt und die Zeche in Betrieb genommen. 1904 wurden 70.000 t Kohle gefördert, die Belegschaft betrug 475 Mitarbeiter. 1911 wurden auf der 2. Sohle die Grubenpferde durch druckluftbetriebene Loks ersetzt. 1929 erreichte das Bergwerk mit 663.000 t Kohle und 2.324 Bergleuten seine Förderhöchstmenge. Die Weltwirtschaftskrise führte 1933 zur Stilllegung der Zeche Sterkrade. Der Abbau des Kohlefelds erfolgte von nun an über die Zeche Osterfeld, die die beiden Schächte auf Sterkrade zur Seilfahrt und Bewetterung weiterhin nutze. Die beiden Schächte wurden 1995 aufgegeben und verfüllt. Die oberirdischen Anlagen der ehemaligen Zeche Sterkrade wurden abgerissen. Nur das Fördergerüst über Schacht 1 und die Schachthalle blieben erhalten.

 

Link: Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Zeche Sterkrade

Adresse: Von-Trotha-Straße 36-40, 46149 Oberhausen

GPS: 51.519492, 6.836879

Kamera: Canon EOS 5D Mark III 

Objektiv: EF16-35mm f/4L IS USM

Aufnahme: 30.08.2020, 17:23

Exif: 35mm, f/8, ISO 160, 1/60 sek. -2/3 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

8. Zeche Osterfeld, Oberhausen

Fördergerüst oder Förderturm Paul-Reusch-Schacht des Bergwerks Zeche Osterfeld in Oberhausen, Ruhrgebiet, Deutschland, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Der Paul-Reusch-Schacht war Teil der Zeche Osterfeld in Oberhausen. Das Bergwerk war seinerzeit eines der größten Zechen im Ruhrgebiet. Der Betrieb wurde 1992 nach über einhundert Jahren eingestellt. Auf dem Gelände der ehemaligen Zeche wurde 1999 die Oberhausener Landesgartenschau (OLGA) durchgeführt. Im Hintergrund ist die ehemalige Kohlenmischanlage der Zeche Osterfeld zu erkennen, besser bekannt unter dem Namen Oberhausener Gartendom. Eigens für die OLGA 1999 mit großem Aufwand umgebaut, wurde sie bis 2000 als Gartencenter genutzt. In den Folgejahren zerfiel der Gartendom und wird aktuell von der Stadt Oberhausen restauriert.   

  

Link: Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Paul Reusch Schacht

Adresse: Zum Steigerhaus 2, 46117 Oberhausen

GPS: 51.503171, 6.876364

Kamera: Canon EOS 350D

Objektiv: 28.0-200mm

Aufnahme: 17.03.2013, 14:16

Exif: 28mm, f/5.6, ISO 200, 1/1250 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

9. Zeche Carl, Essen

Malakowturm der Zeche Carl, Essen, Ruhrgebiet, Deutschland, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

1855 begann die Gewerkschaft Hercules in Altenessen mit dem Abteufen eines Schachtes. Ein Malakowturm mit zwei Maschinenhausflügeln wurde gebaut und die Zeche Carl ging 1861 in Betrieb. 1899 wurde ein großes Seilscheibengerüst auf den Malakowturm aufgesetzt. Die Jahresfördermenge lag bei 300.000 t. Der Betrieb wurde bereits 1929 eingestellt. Das Fördergerüst wurde abgerissen. Der Schacht diente noch bis 1955 der Zeche Emil-Emscher als Wetterschacht. 1970 wurde der Schacht endgültig geschlossen. Heute wird die ehemalige Zechenanlage als Kulturzentrum genutzt. Die verbliebenen Gebäude stehen unter Denkmalschutz. 

 

Link: Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Zeche Carl

Adresse: Wilhelm-Nieswandt-Allee 100, 45326 Essen

GPS: 51.496369, 7.012242

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF16-35mm f/4L IS USM

Aufnahme: 13.06.2020, 20:02

Exif: 35mm, f/8, ISO 100, 1/160 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

10. Zeche Zollverein, Essen

Doppelbock Fördergerüst auf der Zeche Zollverein, Essen, Ruhrgebiet, Deutschland, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Zeche Zollverein war ein Bergwerk im Essener Norden, das von 1857 bis 1986 Steinkohle förderte. Gegründet wurde die Zeche durch den Industriellen Franz Haniel, der die Rohstoffzufuhr für seine Kokereien und Eisenhütten sichern wollte. In Spitzenzeiten förderte Zeche Zollverein 3,6 Mio. t Kohle und beschäftigte bis zu 6.900 Mitarbeiter (1937). Nur wenig durch den 2. Weltkrieg beschädigt, nahm die Zeche in den 1950ern einen Spitzenplatz unter den westdeutschen Steinkohlebergwerken ein. Nach massiven Einbrüchen der Nachfrage nach deutscher Kohle Anfang der Achtziger entschied die Kohlerunde 1983 die Aufgabe des Standortes Zollverein. Die Stilllegung der Zeche kam dann am 23. Dezember 1986. Schon zu diesem Zeitpunkt stand die Zeche unter Denkmalschutz. Nach der Stilllegung kaufte das Land NRW dem Betreiber Ruhrkohle AG das Gelände um Schacht XII ab und sanierte in den Folgejahren bis 1999 die Anlagen. 2001 wurde die Zeche Zollverein sowie die angrenzende Kokerei Zollverein in die Liste des UNESCO – Kultur- und Naturerbes der Welt aufgenommen. Seit 2006 wurden Teile der Kohlewäsche für Ausstellungen genutzt. Das Ruhrlandmuseum zog aus dem Essener Süden in die Räume der ehemaligen Kohlenwäsche um und eröffnete 2010 als Dauerausstellung unter dem Namen "Ruhrmuseum". Die Farb- und Lichtgestaltung der Treppenaufgänge und Rolltreppen, die zum Eingang des Museums in einer Höhe von 24m führen, sind nicht nur für Fotografen sehr interessant. 

 

Link: Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Zeche Zollverein

Adresse: Gelsenkirchener Str. 181, 45309 Essen

GPS: 51.490040, 7.041682

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF24-105mm f/4L IS USM

Aufnahme: 15.02.2015, 17:10

Exif: 24mm, f/8, ISO 100, 1/100 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

11. Zeche Heinrich, Essen

Fördergerüst auf der Zeche Heinrich, Essen, Ruhrgebiet, Deutschland, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Die Zeche Heinrich in Überruhr, Essen entstand 1809. 1847 erhielt das Bergwerk die Genehmigung für den Tiefbau und Schacht Heinrich 1 wurde abgeteuft. Die Förderung begann 1852. 1884 förderte die Zeche Heinrich die Jahresmenge von 100.00 t Kohle mit einer Belegschaft von 300 Bergleuten. Von 1916 bis 1919 wurde der Schacht Heinrich 2 abgeteuft und mit einem Hammerkopfturm versehen. Die Jahresfördermenge stieg zwischen 1918 und 1929 von 200.000 t Kohle mit 1.000 Bergleuten auf 500.000 t mit 1.400 Bergleuten. 1957 bis 1958 wurde Schacht 3 als neuer Zentralförderschacht neben Schacht 1 und 2 abgeteuft. Die Kohlekrise in den späten 1950ern führte erst 1964 zur Zusammenlegung der Zeche Heinrich mit der Zeche Theodor, dann 1968 zur Stilllegung. Die Schächte wurden verfüllt, die Anlagen abgerissen. Das Fördergerüst über Schacht 3 (s. Foto) blieb als Industriedenkmal erhalten. Die Zeche Heinrich muss ständig ausgepumpt werden, um ein Überfluten des Stadtzentrums von Oberhausen zu vermeiden, da die Schachtanlage drei Meter höher gelegen ist.

 

Link: Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Zeche Heinrich

Adresse: Langenberger Str. 502, 45277 Essen

GPS: 51.417110, 7.074537

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF24-105mm f/4L IS USM

Aufnahme: 29.08.2020, 18:17

Exif: 24mm, f/8, ISO 100, 1/80 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

12. Zeche Carl Funke, Essen

Fördergerüst auf der Zeche Carl Funke I, Essen, Ruhrgebiet, Deutschland, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Zeche Carl Funke I, Essen. 

 

Link: Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Zeche Carl Funke I

Adresse: Lanfermannfähre 67-41, 45259 Essen

GPS: 51.403803, 7.049202

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF24-105mm f/4L IS USM

Aufnahme: 29.08.2020, 18:44

Exif: 24mm, f/8, ISO 200, 1/80 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

13. Zeche Hannover, Bochum

Bergwerk Zeche Hannover, Bochum, Ruhrgebiet, Malakowturm, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Erste Probebohrungen auf der Zeche Hannover fanden 1847 statt. 1856 erwarb die Hannoversche Bergwerksgesellschaft Hostmann & Co. AG die Schürfrechte an dem Feld. Die Zeche Hannover wurde gegründet. 1857 begann die Gesellschaft mit der Abteufung. Es dauerte einige Jahre, bis das Bergwerk entwässert war, so dass erst ab 1870 gewinnbringend gefördert werden konnte. Das Unternehmen geriet unter anderem aufgrund der erheblichen Wasserhaltungskosten früh in finanzielle Schwierigkeiten und wurde zuerst 1868 von der Hannoversche Bergwerksgesellschaft zu Bochum dann in 1872 von Alfred Krupp übernommen. 

 

Über Schacht 1 und 2 wurden 1856-1857 zwei sogenannte Malakowtürme und das Maschinenhaus errichtet. Hierbei handelt es sich um einen festungsartigen Förderturm aus massivem Mauerwerk. Die Ziegelmauern haben eine Dicke von 1,6 Meter, um genügend Statik für die Gewichte der Seilscheiben und die Zugkräfte der Förderung zu haben. Das Maschinenhaus befindet sich bei dieser Art neben dem eigentlichen Förderturm. Später wurden Malakowtürme durch stabilere Fördergerüste aus Stahl abgelöst, mit denen man tiefer abteufen konnte. Zudem waren sie leichter und kostengünstiger zu bauen. Auf der Zeche Hannover wurde das Maschinenhaus direkt zwischen die beiden Malakowtürme gesetzt, die nur 50 Meter auseinander lagen. Der Turm über Schacht 2 wurde 1939 abgerissen und durch einen doppelt so hohen Stahlfachwerkturm ersetzt. Von den ehemals 130 Malakowtürmen im Ruhrgebiet sind heute noch 14 erhalten und unter Denkmalschutz gestellt. Der Turm über Schacht 1 ist der zweitälteste von ihnen. Der älteste ist der Turm der Zeche Holland I/II in Gelsenkirchen aus dem Jahr 1856.  

 

Im zweiten Weltkrieg wurde die Anlage durch 31 Luftangriffe schwer beschädigt. Der Wiederaufbau dauerte bis Ende 1947. Die Kohle der Zeche Hannover wurde in den angrenzenden Kokereien Hannibal und Hannover verwendet. Die Anlage wurde im März 1973 stillgelegt und wird heute als Museum genutzt. Von den ursprünglichen Gebäuden sind nur der Malakowturm über Schacht 1, das angrenzende Maschinenhaus und das Lüftergebäude aus den 1920er Jahren erhalten, in dem heute die Gastronomie untergebracht ist.

 

Link: Wikipedia

 

Quellen: Wikipedia, Hermann 2008 (Die alten Zechen an der Ruhr), eigene Quellen

 

Foto: 

Titel: Zeche Hannover

Adresse: Günnigfelder Str. 251, 44793 Bochum

GPS: 51.506543, 7.163460

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF16-35mm f4L IS USM

Aufnahme: 30.07.2019, 20:02

Exif: 16mm, f/4, ISO 100, 1/125 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

14. Zeche Vereinigte Carolinenglück, Bochum

Bergwerk Zeche Vereinigte Carolinenglück 2/3, Bochum, Ruhrgebiet, Malakowturm, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Zeche Vereinigte Carolinenglück, Bochum.

 

Link: Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Zeche Vereinigte Carolinenglück 1

Adresse: Darpestraße, 44793 Bochum

GPS: 51.492940, 7.181063

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF24-105mm f4L IS USM

Aufnahme: 29.08.2020, 15:54

Exif: 24mm, f/8, ISO 100, 1/200 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

15. Deutsches Bergbau-Museum, Bochum

Deutsches Bergbau-Museum, Bochum, Ruhrgebiet, Deutschland mit Doppelbock Fördergerüst Förderturm, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Mit über 350.000 Besuchern ist das Deutsche Bergbau-Museum in Bochum eines der meistbesuchten der Welt. Auch wenn es an dieser Stelle keine Zeche gab, hat das Museum eine lange Geschichte. Bereits in den 1860er Jahren wurden hier Bergbau-Utensilien zu Unterrichtszwecken ausgestellt. 1930 wurde ein Gründungsvertrag über ein Bergbaumuseum mit der Stadt Bochum geschlossen. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Anlage durch Luftangriffe weitestgehend zerstört und für den Luftschutz umgebaut. Bereits 1946 eröffnete das Museum wieder mit einer kleinen Ausstellung. Das abgebildete Fördergerüst stammt von der stillgelegten Zeche Germania von Marten und wurde 1974 nach Bochum versetzt. In den letzten drei Jahren wurde das Museum grundlegend saniert und umgebaut und steht seit dem 13. Juli 2019 dem Publikum wieder vollständig zur Verfügung. Ein Besucherbergwerk, das in 20 m Tiefe zu Demonstrationszwecken angelegt wurde, bietet sehr gute Einblicke in das Leben und Arbeiten der Kumpel unter Tage. Ein Besuch lohnt sich allemal.

 

Link: Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Deutsches Bergbau-Museum Bochum

Adresse: Am Bergbaumuseum 28, 44791 Bochum

GPS: 51.488865, 7.216138

Kamera: iPhone X

Objektiv: iPhone X back dual camera 4mm f/1.8

Aufnahme: 2.12.2018, 13:15

Exif: 4mm, f/1.8, ISO 20, 1/570 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

16. Zeche Holland IV, Wattenscheid

Bergwerk Zeche Holland, Wattenscheid, Ruhrgebiet, Fördergerüst, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Holländische Investoren gründeten 1855 die Bergbau AG Holland, um die Kohlenfelder in Gelsenkirchen, Wattenscheid und Umgebung zu erschließen. Die Köhleflöze waren aber nicht sehr ergiebig. Viele Schächte wurden schon in den 1960er Jahren geschlossen. Die Spitzenleistung der Zeche lag bei 1,7 Mio. t Kohle bei einer Belegschaft von 3.000 Mann. Die Stilllegung der Zeche erfolgte 1988.

 

Link: Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Zeche Holland

Adresse: Emil-Weitz-Straße 2, 44866 Bochum

GPS: 51.483566, 7.126339

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF16-35mm f4L IS USM

Aufnahme: 30.07.2019, 20:26

Exif: 20mm, f/8, ISO 100, 1/160 sek. + 1 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

17. Zeche Holland I/II, Gelsenkirchen

Bergwerk Zeche Holland, Gelsenkirchen, Ruhrgebiet, Fördergerüst, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Der Doppel-Malakowturm über Schacht 1 und 2 der Zeche Holland wurde 1856-1860 erbaut. Die Türme sind die ältesten heute noch erhaltenen Malakowtürme im Ruhrgebiet und die einzige Doppelmalakowturmanlage in Europa. Das Gebäude wird heute als Wohnraum genutzt. 

 

Link: Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Zeche Holland I/II

Adresse: Ückendorfer Str. 243, 45886 Gelsenkirchen

GPS: 51.490627, 7.125867

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF16-35mm f4L IS USM

Aufnahme: 13.06.2020, 17:17

Exif: 16mm, f/8, ISO 100, 1/250 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

18. Zeche Consolidation 9, Gelsenkirchen

Zeche Consolidation, Gelsenkirchen, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Die Anfänge des Bergwerks Consolidation in Gelsenkirchen gehen auf die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. 1848 stieß man bei Mutungsbohrungen in 170m Teufe auf Kohle. 1863 wurden sieben Grubenfelder im Raum Gelsenkirchen unter dem Namen Consolidation zusammengefasst, im Volksmund Consol abgekürzt. Mit dem Betriebsbeginn von Schacht 1 (Gertrud) im Jahr 1866 war das Industriezeitalter auch auf Schalke angekommen. 1869 begann man mit dem Abteufen von Schacht 2 (Wilhelmine), Betriebsbeginn war 1871. Schacht 3 (Minna) nahm 1873 den Betrieb auf. Die Kohlefördermenge lag in dem Jahr bei 366.000 Tonnen mit 2.060 Bergleuten. Zeche Consolidation wurde zur größten Zeche an der Ruhr. Die Fördermenge stieg bis 1890 auf 949.000 t mit 2.905 Beschäftigten. Es folgten Schacht 4 (Fritz) ab 1893, Schacht 6 in 1899, Schacht 7 in 1906, Schacht 8 als Wetterschacht (Oberschuir). 1913 erreichte die Förderung eine Jahresleistung von 1,96 Mio. t Kohle mit einer Belegschaft von 7.020 Kumpel. Der Hauptförderschacht 9 wurde ab 1915 abgeteuft, der Schacht wurde aber erst nach dem ersten Weltkrieg fertiggestellt. Das auf dem Foto abgebildete Doppelstrebengerüst stammt aus dem Jahr 1922. Die Anlagen der Zeche Consolidation wurden im zweiten Weltkrieg nur teilweise zerstört, so dass der Betrieb anch dem Krieg sofort wieder aufgenommen werden konnte. Nur die Schächte 1 und 6 waren bei Luftangriffen völlig zerstört worden und konnten erst 1949 wieder in Betrieb genommen werden. 1958 wurde über Schacht 4 ein neuartiger Betonförderturm mit offenliegenden Seilscheiben errichtet. Es ist der einzige Förderturm seiner Art.

 

In den Sechzigern begann der Niedergang der Zeche. 1967 wurde Fritz 1/4 stillgelegt, die Fördermenge um 30% reduziert. 1968 wurde die Zeche von der Ruhrkohle AG übernommen. 1970 erfolgte die Zusammenlegung der Zechen Consolidation und Pluto. 1971 wurde das Südfeld der stillgelegten Zeche Bismarck übernommen. 1984 starben bei einem Grubenunglück fünf Bergleute. 1986 übernahm die Zeche Consolidation die Nordsternschächte von Nordstern-Zollverein. 1988 förderte das Verbundbergwerk Consolidation/Nordstern mit 15 Schächten 3,4 Mio t Kohle mit 5.638 Bergleuten. Die Hauptförderung lag in einer Tiefe von 1.100 Metern. Nachdem 1993 das Nordsternfeld stillgelegt worden war, wurde die Zeche Consolidation mit der Zeche Hugo zum Verbundbergwerk Hugo/Consolidation zusammengelegt. Der Standort Consolidation wurde nach und nach aufgegeben, die Anlagen über Tage ab 1986 abgebaut. Die Felder der Zeche Consolidation wurden noch bis 2000 von der Zeche Hugo aus abgebaut.   

 

Von den ehemaligen Anlagen der Zeche Consolidation sind heute noch erhalten: das Doppelstrebengerüst über dem Zentralförderschacht 9, das Betonfördergerüst über Schacht 4 in direkter Nachbarschaft, und die Schachtanlage Oberschuir (Schacht 8) mit Fördergerüst und Maschinenhalle. Sie liegt 3km südwestlich und ist heute von einem Wohngebiet eingerahmt.

 

Link: Wikipedia

 

Quellen: Wikipedia, Hermann 2008 (Die alten Zechen an der Ruhr)

 

Foto: 

Titel: Zeche Consolidation

Adresse: Klarastraße, 45889 Gelsenkirchen

GPS: 51.530289, 7.110274

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF16-35mm f4L IS USM

Aufnahme: 9.05.2020, 19:40

Exif: 35mm, f/8, ISO 100, 1/250 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

19. Zeche Consolidation 4, Gelsenkirchen

Zeche Consolidation, Gelsenkirchen, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Zeche Consolidation, Betonfördergerüst über Schacht 4.

 

 

Foto: 

Titel: Consolidation 4

Adresse: Bismarckstraße, 45889 Gelsenkirchen

GPS: 51.528339, 7.109255

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF16-35mm f4L IS USM

Aufnahme: 9.05.2020, 19:49

Exif: 20mm, f/22, ISO 320, 1/60 sek. -1 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

20. Zeche Consolidation 8, Gelsenkirchen

Zeche Consolidation, Gelsenkirchen, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Zeche Consolidation, Schachtanlage Oberschuir (Schacht 8).

 

 

Foto: 

Titel: Consolidation Oberschuir

Adresse: Boniverstraße 28-38, 45883 Gelsenkirchen

GPS: 51.511308, 7.082283

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF16-35mm f4L IS USM

Aufnahme: 9.05.2020, 20:05

Exif: 16mm, f/8, ISO 160, 1/80 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

21. Zeche Nordstern, Gelsenkirchen

Zeche Nordstern, Gelsenkirchen, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Nach dem Zusammenschluss mehrerer Grubenfeldbesitzer im Jahr 1855 unter dem Namen Blücher I-III, begann die Gesellschaft 1857 mit dem Abteufen eines Schachts. Aufgrund hoher Wasserzuflüsse musste dieser bald aufgegeben werden. Man begann 1858 südwestlich von Horst mit dem Abteufen eines neuen Schachts. 1860 mussten die ersten Besitzer aus finanziellen Gründen aufgeben und die Bergbaugesellschaft Essen-Arenberger übernahm. 1866 wurde das Bergwerk Nordstern gegründet, zu diesem Zeitpunkt die nördlichste Zeche im Ruhrgebiet. Der Schacht Nordstern I erhielt einen Malakowturm und begann 1868 mit der Förderung. Ein zweiter Schacht wurde zwischen 1890 und 1892 abgeteuft. Die Fördermenge lag bei 850.000 Tonnen jährlich. 1899 wurde das Ostfeld mit einem eigenen Schacht erschlossen, der Betrieb wurde 1901 aufgenommen. Das Bergwerk Nordstern wurde 1907 von der Phoenix AG aufgekauft und ausgebaut. 1915 lag die jährliche Kohleproduktion bei 1,5 Mio t.

 

Die Wirtschaftskrise nach dem 1. Weltkrieg führte in den 1920er Jahren zu Absatzschwierigkeiten und schließlich 1925 zur Stilllegung der der Zeche Nordstern. 1926 wurde die Zeche von den Vereingten Stahlwerken aufgekauft. Die Produktion wurde zuerst auf Schacht 1/2 später im Jahr 1936 auch auf Schacht 3/4 wieder aufgenommen. Die Jahresfördermenge lag 1936 bei 1,6 Mio. t Kohle. Im zweiten Weltkrieg wurde die Zeche durch Luftangriffe schwer beschädigt und musste den Betrieb einstellen. Ende 1945 konnte die Förderung schrittweise wieder aufgenommen werden.

 

In den 1950ern wurde die Schachtanlage 1/2 umfassend erneuert. Schacht 2 bekam 1953 einen geschlossenen Förderturm (Photo: hinten), Schacht 1 ein vollwandiges Strebengerüst (Photo: vorne). Nordstern 1/2 übernahm ab 1956 auch die Förderung der Schächte 3/4. 1968 wurde die Zeche in die neu gegründete Ruhrkohle AG eingegliedert. In den Siebzigern wurden mehrere kleinere Grubenfelder der Zeche Nordstern zugewiesen und über Schacht 1/2 abgebaut. Die Produktion lag 1980 bei 1,9 Mio. t mit 3.210 Kumpeln. 1983 wurden die Zechen Nordstern und Zollverein zusammengelegt. Die gesamte Förderung des Verbundbergwerks Nordstern/Zollverein wurde zum Schacht Zollverein 12 verlegt. Nordstern/Zollverein wurde 1986 stillgelegt. Die Nordstern Schächte wurden von der Zeche Consolidation übernommen. Die Schächte wurden 1993 stillgelegt und verfüllt. Während die Schächte 3/4 vollständig abgerissen wurden, sind die Tagesanlagen der Schächte 1/2 (Photo) fast komplett erhalten geblieben und heute Teil des Nordsternparks.

 

Link: Wikipedia

 

Quellen: Wikipedia, Hermann 2008 (Die alten Zechen an der Ruhr)

 

Foto: 

Titel: Zeche Nordstern

Adresse: Am Bugapark 22-52, 45899 Gelsenkirchen

GPS: 51.527626, 7.028376

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF16-35mm f4L IS USM

Aufnahme: 9.05.2020, 20:27

Exif: 30mm, f/22, ISO 1600, 1/60 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

22. Zeche Hugo, Gelsenkirchen

Bergwerk Zeche Hugo, Gelsenkirchen, Ruhrgebiet, Tomsonbock Fördergerüst, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Zeche Hugo nahm 1875 den Betrieb auf. Erste Probebohrungen in den Jahren 1870-1872 hatten das Vorkommen von Steinkohle bestätigt. 1881 bis 1885 wurde am Brößweg der Schacht 2 abgeteuft. Auf dem Foto ist der Tomson Bock zu sehen, der zur Förderung auf Schacht 2 eingesetzt wurde. 1906 wurde eine Kokerei in Betrieb genommen, die aber 1930 wieder geschlossen wurde. In den 30er Jahren wurde das Bergwerk massiv ausgebaut und umfangreich erneuert. Schwere Luftangriffe zerstörten 1944 die Anlage weitgehend. Umfangreiche Reparaturen waren notwendig, die Kohleförderung wurde 1947 wieder aufgenommen. 1968 wurde die Zeche von der Ruhrkohle AG übernommen. In den 70ern wurde die Zeche weiter vergrößert. Zahlreiche Bergleute anderer stillgelegter Zechen wurden auf Hugo übernommen. 1993 wurde die Zeche Hugo u.a. mit der Zeche Consolidation zum Bergwerk Hugo/Consolidation zusammengeführt. 1997 wurde dann die Zeche Hugo/Consolidation mit der Zeche Ewald zusammengelegt. Der Abbau des Feldes Hugo erfolgte ab da über die Zeche Ewald, die schließlich im April 2000 den Betrieb einstellte.     

 

Link: Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Zeche Hugo

Adresse: Devesestraße 45, 45897 Gelsenkirchen

GPS: 51.569175, 7.035121

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF16-35mm f4L IS USM

Aufnahme: 30.07.2019, 19:16

Exif: 23mm, f/8, ISO 100, 1/125 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

23. Zeche Prosper-Haniel - Franz-Haniel 1/2, Bottrop

Bergwerk Zeche Prosper-Haniel mit Förderturm in Bottrop, Ruhrgebiet, Deutschland, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Das Bergwerk Prosper-Haniel begann 1856 mit dem Abteufen des Schachts I. Die Förderung begann im Jahr 1863. Anfang der 1870er Jahre wurde Schacht II eröffnet. Der Malakowförderturm ist heute noch erhalten (s. Gallerie). Die Förderung begann 1875. Weiter Schächte 3, 4, 5 folgten in den Jahren bis 1893. Um den hohen Bedarf an Arbeitskräften zu decken, wurden Bergleute aus Polen angeworben. In Spitzenzeiten arbeiteten 15.000 Kumpel für das Bergwerk. Die Bevölkerungszahl von Bottrop verdoppelte sich zwischen 1900 und 1910. Weitere Schächte 6, 7, 8 wurden in den Jahren 1908 bis 1921 abgeteuft.

 

Das Bild zeigt die Schachtanlage Franz-Haniel 1/2 mit Fördergerüst, aufgenommen von der Halde Haniel. Zum besserem Abbau des Franz-Haniel Feldes begann man 1921 mit der Abteufung des Schachts Franz-Haniel. Starke Wassereinbrüche führten zu einem Absaufen der Anlage. Das Schachtgerüst verschwand dabei vollständig im Schacht. Die Arbeiten an der Anlage wurden ab 1936 wieder aufgenommen, die Förderung konnte letztendlich 1941 auf einer Tiefe von 600m beginnen.     

 

Der Kohleabbau wanderte zunehmend Richtung Norden. Ab 1975 begann man nach und nach mit der Schließung der südlicheren unrentabel gewordenen Schächte. Prosper-Haniel war das letzte aktive Kohlebergwerk in Deutschland. Es wurde am 21. Dezember 2018 geschlossen.

   

Link: Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Zeche Prosper-Haniel bei Nacht

Adresse: Fernewaldstraße, 46242 Bottrop

GPS: 51.544426, 6.885678

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: Zeiss Makro-Planar T* 2/100 ZE

Aufnahme: 28.12.2018, 17:46

Exif: 100mm, f/2.0, ISO 100, 1,0 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

24. Zeche Prosper-Haniel - Prosper II, Bottrop

Bergwerk Zeche Prosper-Haniel mit Förderturm in Bottrop, Ruhrgebiet, Deutschland, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Zeche Prosper-Haniel, Schacht Prosper II. Stillgelegt 1987.

 

Foto: 

Titel: Prosper II Schacht 2

Adresse: Knappenstraße 32, 46238 Bottrop

GPS: 51.518996, 6.959742

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF16-35mm f/4L IS USM

Aufnahme: 30.07.2019, 18:40

Exif: 20mm, f/13, ISO 160, 1/60 sek. +1/3 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

25. Zeche Rheinbaben, Bottrop

Bergwerk Zeche Rheinbaben, Bottrop, Ruhrgebiet, Altes Torhaus, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Die Zeche Rheinbaben wurde 1894 durch Zusammenlegung mehrerer Einzelbergwerke gegründet. 1897 begann die Abteufung der Schächte Professor 3/4 in Bottrop-Eigen. 1901 wurde das Bergwerk von der neu gegründeten Bergwerks AG Recklinghausen übernommen. Der Name der Zeche änderte sich in Zeche Rheinbaben. Namensgeber war der preußische Finanzminister Georg Freiherr von Rheinbaben. 1927 wurde die Zeche von Hibernia AG übernommen. Die Kokereien des Bergwerks wurden in den 30ern stillgelegt und die Schächte als Einzelzechen weitergeführt. Das Bergwerk wurde im zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört. Die Kohleförderung konnte erst 1947 wieder aufgenommen werden. Die Kohlekrise ab 1957 erfasste die Zeche Rheinbaben früh. Die Stilllegung der Zeche wurde nach einer Bewertung der Kohlevorkommen 1967 beschlossen und im März 1967 durchgeführt. Heute befindet sich auf dem ehemaligen Gelände der Zeche Rheinbaben ein Gewerbegebiet. Die Schächte sind verfüllt und nicht mehr auffindbar. Ein Förderturm stand links vom Maschinenhaus, ein Luftschacht befand sich ca. 100m rechts vom Maschinenhaus. Von den Gebäuden sind nur noch das Alte Torhaus (hier auf dem Foto abgebildet), das ehemalige Maschinenhaus und das Verwaltungsgebäude erhalten. Im Alten Torhaus befindet sich heute ein Probenraum für Musiker. Die vergitterten Fenster des alten Lohnbüros im hinteren Teil des Gebäudes sind heute noch vorhanden. 

 

Quellen: Wikipedia, ein Zeitzeuge 


Foto: 

Titel: Altes Torhaus Zeche Rheinbaben

Adresse: Rheinbabenstraße 75A, 46240 Bottrop

GPS: 51.547418, 6.949768

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF16-35mm f4L IS USM

Aufnahme: 30.07.2019, 18:07

Exif: 24mm, f/8, ISO 100, 1/60 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

26. Zeche Teutoburgia, Herne

Bergwerk Zeche Teutoburgia, Herne, Ruhrgebiet, Fördergerüst, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Zeche Teutoburgia wurde 1866 vom irischen Unternehmer William Thomas Mulvany gegründet. Die Grube war nicht sehr ertragreich und wurde bald darauf an den Bochumer Verein für Bergbau und Gussstahlfabrikation verkauft, die 1911 den Betrieb wieder aufnahmen. In den Jahren 1911 und 1912 kam es zu zwei schweren Grubenunglücken, bei denen je 6 Bergleute durch eine Schlagwetter Explosion ums Leben kamen. In Spitzenzeiten arbeiteten 1.100  Bergleute in der Grube. Der Abbau in der Zeche war aber nicht sehr rentabel. Der Betrieb wurde 1925 eingestellt. 1929 begann man, das Feld von der Zeche Erin aus abzubauen. Zuerst wurde der Schacht Teutoburgia als Wetterschacht für Erin genutzt, später ab 1941 auch zur Seilfahrt und Kohleförderung für die Zeche Erin. 1983 wurde der Schacht endgültig stillgelegt.     

 

Link: Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Zeche Teutoburgia

Adresse: Kohlenstraße, 44627 Herne

GPS: 51.552476, 7.277975

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF16-35mm f4L IS USM

Aufnahme: 3.08.2019, 16:32

Exif: 26mm, f/13, ISO 500, 1/400 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

27. Zeche Pluto, Herne

Bergwerk Zeche Pluto, Herne, Ruhrgebiet, Fördergerüst, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Zeche Pluto, Herne.     

 

Link: Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Zeche Pluto 2/3/7

Adresse: Thiesstraße 61, 44649 Herne

GPS: 51.532358, 7.142613

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF24-105mm f4L IS USM

Aufnahme: 29.08.2020, 15:54

Exif: 24mm, f/8, ISO 100, 1/200 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

28. Zeche Erin 3, Castrop-Rauxel

Bergwerk Zeche Erin in Castrop-Rauxel, Ruhrgebiet, Deutschland mit Hammerkopf Förderturm Erin 3 Schacht 3, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Den Namen erhielt die Zeche vom irischen Gründer William Thomas Mulvany, der die Zeche nach der Göttin Erin benannte, ebenfalls Namenspatronin des Landes Irland (gällisch: Eire). Er legte 1866 mehrere Gruben zusammen und begann 1867 mit der Steinkohleförderung. Schacht Erin 3, dessen Hammerkopfturm hier abgebildet ist, wurde 1899 in Betrieb genommen. Der Turm Erin 3 sowie das Fördergerüst über Schacht 7, das 1951-1953 errichtet wurde, sind heute als Industriedenkmal erhalten. Beide sind nachts beleuchtet, was teilweise durch private Spenden finanziert wird. Zur Adventszeit zieht ein Laserstrahl einen grünen Lichtstreifen über den Nachthimmel von Castrop-Rauxel vom Kopf des Förderturms Erin 3 bis zum Fördergerüst Erin 7 im 1,7 km entfernten Erin-Park.  

  

Link: Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Zeche Erin - Schacht 3

Adresse: Heinrichstraße 39-15, Castrop-Rauxel

GPS: 51.550270, 7.328312

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF16-35mm f4L IS USM

Aufnahme: 13.07.2019, 22:28

Exif: 35mm, f/8, ISO 100, 20 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

29. Zeche Erin 7, Castrop-Rauxel

Bergwerk Zeche Erin in Castrop-Rauxel, Ruhrgebiet, Deutschland mit Hammerkopf Förderturm Erin 3 Schacht 3, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Zeche Erin, Schacht 7.  

 

Foto: 

Titel: Erin 7

Adresse: Erinstraße 9, 44575 Castrop-Rauxel

GPS: 51.546506, 7.304834

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF16-35mm f4L IS USM

Aufnahme: 13.07.2019, 22:48

Exif: 31mm, f/8, ISO 125, 30 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

30. Zeche Ewald, Herten

Fördergerüst Schacht 7 der Zeche Ewald in Herten, Ruhrgebiet, Deutschland, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Doppelbock-Fördergerüst über Schacht 7. Zeche Ewald ist ein ehemaliges Steinkohlenbergwerk in Herten. Die Zeche wurde 2000 stilgelegt. In den Folgejahren wurde das Gelände zu einem Gewerbegebiet umgewidmet und bietet heute zahlreichen Unternehmen einen Standort. 2009 eröffnete in der ehemaligen Heizzentrale das Travestie-Theater RevuePalast Ruhr. Seit 2013 strahlt der ARD aus der Untertage Bar den Sportschau-Club aus.

 

Link: Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Zeche Ewald

Adresse: Ewaldstraße 261, 45699 Herten

GPS: 51.571898, 7.144621

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF24-105mm f/4 IS USM

Aufnahme: 29.04.2018, 15:31

Exif: 35mm, f/8.0, ISO 100, 1/250 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

31. Zeche Zollern, Dortmund

Eingang zur Maschinenhalle auf der Zeche Zollern in Dortmund, Ruhrgebiet, Deutschland, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Eingang zur Maschinenhalle auf der Zeche Zollern in Dortmund.  Zeche Zollern ist ein ehemaliges Steinkohle-Bergwerk in Dortmund, das 1955 stillgelegt wurde. Heute ist das Gelände zu einem Industriemuseum umgewandelt. Zentrales Element ist die Maschinenhalle, die 1969 as erstes Industriebauwerk in Deutschland unter Denkmalschutz gestellt wurde. Die Architektur der Zechenanlage beeindruckt: Backsteingotik kombiniert mit Eisenfachwerk und verspielten Türen und Fenstern im Jugendstil. Wer erwartet das in einer industriellen Anlage zur Förderung von Kohle?

 

Link: Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Eingang zur Maschinenhalle

Adresse: Rhader Weg 8, 44388 Dortmund

GPS: 51.518291, 7.332415

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF16-35mm f/4L IS USM

Aufnahme: 12.05.2019, 16:59

Exif: 35mm, f/8,0, ISO 200, 1/80 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

32. Zeche Hansa, Dortmund

Bergwerk Zeche Hansa mit Förderturm Fördergerüst in Dortmund, Ruhrgebiet, Deutschland, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Zeche Hansa ist ein Bergwerk in Dortmund, das 1855 mit der Steinkohleförderung begann. Schwere Grubenunglücke in den Jahren 1940 mit 52 Toten und 1944 mit 95 Toten überschatteten den Betrieb. Die geplante Stilllegung im Jahr 1967 konnte durch Proteste der Kumpel hinausgezögert werden. Die konventionelle Förderung wurde erst 1975 eingestellt. In den Jahren danach wurde in der Grube die Hydromechanische Kohlengewinnung erforscht. Das letzte Grubenunglück, eine Schlagwetterexplosion mit 7 Toten, ereignete sich März 1979. Die endgültige Stilllegung kam dann im November 1980. Zu sehen ist hier das Fördergerüst der Zeche Hansa, mit dessen Hilfe noch bis 2014 Grubenwasser abgepumpt wurde. 

  

Link: Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Zeche Hansa

Adresse: Rohwedderstraße 7, 44369 Dortmund

GPS: 51.537850, 7.416525

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF16-35mm f4L IS USM

Aufnahme: 13.07.2019, 17:24

Exif: 26mm, f/8, ISO 100, 1/160 sek., -1/3 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

33. Zeche Minister Stein, Dortmund

Bergwerk Zeche Minister Stein in Dortmund, Ruhrgebiet, Deutschland Förderturm Hammerkopfturm, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

1856 wurde die Zeche Minister Stein in Dortmund gegründet. Mit einer Fördermenge von 3,7 Millionen Tonnen pro Jahr und 6.800 Beschäftigten war Minister Stein 1941 die größte Zeche des Ruhrgebiets. Bei ihrer Stilllegung im Jahr 1987 war das Bergwerk die letzte aktive Zeche in Dortmund. Der charakteristische Hammerkopfturm Schacht IV der Zeche steht im Stadtteil Eving. Bei herkömmlichen Fördergerüsten wie z.B. dem Tomson Bock oder dem Englischen Bock befindet sich die Fördermaschine in einem Gebäude seitlich des Gerüsts. Das Treibeseil wird über Seilscheiben im Kopf des Fördergerüsts in den Schacht umgelenkt. Bei Fördertürmen versuchte man, die Umlenkung des Seils und die Seilscheiben zu vermeiden. Dazu mußte die Fördermaschine in den Kopf des Förderturms versetzt werden. Auch wurden die Fördertürme mit einem Mauerwerk von bis zu 3m Dicke versehen, um das zusätzliche Gewicht zu tragen. Fördertürme, bei denen der Maschinenraum seitlich über den Turm hinausragt, nennt man Hammerkopftürme. Am 11. Februar 1925 ereignete sich auf der Zeche Minister Stein eine Schlagwetterexplosion mit 136 toten Bergleuten.

  

Link: Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Zeche Minister Stein

Adresse: Deutsche Str. 5, 44339 Dortmund

GPS: 51.546891, 7.464083

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF16-35mm f4L IS USM

Aufnahme: 13.07.2019, 18:07

Exif: 31mm, f/8, ISO 100, 1/250 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

34. Zeche Gneisenau, Derne

Bergwerk Zeche Gneisenau in Derne, Ruhrgebiet, Deutschland mit Doppelbock Fördergerüst und Tomson Bock Fördergerüst, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Die Zeche Gneisenau in Derne förderte von 1873 bis 1985 Steinkohle. Die Kokerei auf dem Gelände der Zeche wurde 4 Jahre später stillgelegt. Schacht 4 wurde noch bis 1999 als Befahrungsschacht für die zentrale Wasserhaltung genutzt. Heute befindet sich ein Einzelhandelszentrum auf dem Gelände der ehemaligen Zeche und Kokerei. Die beiden Fördergerüste wurden als Industriedenkmal erhalten. Neben dem freistehenden Doppelbock Fördergerüst aus dem Jahr 1933 (Schacht 4) befindet sich ein Tomson Fördergerüst, das auf dem Dach der Maschinenhalle aufgesetzt ist. Es wurde 1886 vom Ingenieur Eugen Tomson gebaut und war eine Weiterentwicklung der bis dahin üblichen Englischen Böcke. Der Tomson Bock der Zeche Gneisenau ist das letzte erhaltene Fördergerüst seiner Art und das älteste Stahlfördergerüst im Ruhrgebiet.  

  

Link: Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Zeche Gneisenau

Adresse: Altenderner Str. 17-25, 44329 Dortmund

GPS: 51.567041, 7.525281

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF16-35mm f4L IS USM

Aufnahme: 13.07.2019, 18:31

Exif: 21mm, f/8, ISO 100, 1/250 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

35. Zeche Minister Achenbach, Lünen

Zeche Minister Achenbach in Lünen, Ruhrgebiet, Deutschland mit Doppelbock Fördergerüst und Tomson Bock Fördergerüst, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Die Zeche Minister Achenbach war ein Kohlebergwerk in Lünen, das zu seiner Blütezeit auf 7 Schächten 6.615 Mitarbeiter beschäftigte und 2,75 Mio Tonnen Kohle pro Jahr förderte. Es war von 1870 bis 1992 aktiv. Nach seiner Schließung wurden die Schächte verfüllt und die Gebäude über Tage bis auf wenige Ausnahmen abgerissen. Auf dem Gelände von Schacht 4 wurde 1995 das Technologiezentrum Lünen (Lüntec) gebaut. Auf das Fördergerüst des Schachts 4 setzte man nach Plänen des Designers Luigi Colani in 35m Höhe eine Business Lounge. Das Colani-Ufo oder auch Colani-Ei symbolisiert den Strukturwandel des Ruhrgebiets. Die Zeche ist heute Bestandteil der Route Industriekultur.

  

Link: Wikipedia (Bergwerk), Wikipedia (Colani-Ufo)

 

Foto: 

Titel: Zeche Minister Achenbach

Adresse: Am Brambusch

44536 Lünen

GPS: 51.604512, 7.452952

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF16-35mm f4L IS USM

Aufnahme: 12.07.2020, 13:54

Exif: 25mm, f/8, ISO 100, 1/500 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

36. Zeche Radbod, Hamm

Zeche Radbod, Schacht 1+2 in Hamm, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

1900 fanden erste Testbohrungen auf dem Gelände der Zeche Radbod statt. Die Kohleförderung begann im November 1905. Zwei Jahre später war die Belegschaft auf 609 Mann angewachsen, die jährliche Fördermenge lag bei 49.000 t Steinkohle. Im November 1908 ereignete sich das bis dahin schwerste Grubenunglück des deutschen Steinkohlebergbaus. Bei einer Schlagwetterexplosion wurden 350 Bergleute getötet, quasi die gesamte Nachtschicht. In den Jahren 1910 und 1911 wurde die Zeche um Schacht III und IV erweitert. Oktober 1912 wurde eine Kokerei in Betrieb genommen. 1913 wurden 128  Pferde  durch Druckluftlokomotiven ersetzt. 1923 begann das Abteufen von Schacht V. Ein Brand auf der 4. Sohle des Schachts I führte zur Flutung und letztendlich Aufgabe der 4. Sohle. Die Fördermenge sank von 930.000 t auf 564.000 t im Jahr. Die 4. Sohle wurde 1929 neu angelegt, es folgte eine 5. Sohle auf 1.090 m Tiefe. Während des Krieges wurde der Betrieb weitestgehend mit Zwangsarbeitern geführt. März 1945 wurde die Zeche bei einem Luftangriff der Alliierten schwer beschädigt und die Kohleförderung musste vorübergehend eingestellt werden. 1952 wurde die Zeche Radbod von der Hoesch AG Bergbau übernommen. 1967 wurde in einer Tiefe von 1.235 m eine neue 6. Sohle erschlossen. 1969 wurde die Zeche in die Ruhrkohle AG eingegliedert. 1982 waren die Kohlevorräte des Bergwerks nahezu erschöpft. Eine Ausweitung der 4. Sohle in Richtung Norden wurde geplant. Die neuen Schächte VI und VII wurden aber nicht mehr in Betrieb genommen. Die Zeche Rabod wurde im Januar 1990 stillgelegt. Von den ehemaligen Gebäuden der Zeche ist heute nur noch wenig erhalten. Die Fördergerüste und Maschinenhallen der Schächte I und II wurden als Industriedenkmäler unter Denkmalschutz gestellt.

 

Link: Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Zeche Radbod

Adresse: An den Fördertürmen 9, 59075 Hamm

GPS: 51.688056, 7.764832

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF16-35mm f4L IS USM

Aufnahme: 9.05.2020, 15:44

Exif: 31mm, f/8, ISO 100, 1/200 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

37. Zeche Heinrich-Robert, Hamm

Zeche Heinrich-Robert, Bergwerk Ost, Hamm, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Erste Probebohrungen fanden in Hamm im Jahr 1874 statt. Die Schürfrechte wurden aber erst 1899 verliehen. 1900 kauften die französischen Brüder Henri und Robert de Wendel aus Lothringen die Felder und gründeten die Zeche de Wendel. Die Arbeiten an Schacht Heinrich begannen 1901. Schacht Robert folgte im gleichen Jahr. 1903 wurde die erste Sohle auf einer Tiefe von 662m eingerichtet. 1904 begann die Förderung. 1905 förderte die Zeche 3.500 Tonnen Kohle mit einer Belegschaft von 400 Bergleuten. Schon im zweiten Jahr stieg die Fördermenge auf 35.000 Tonnen pro Jahr an. 1908 wurde eine Kokerei sowie eine Zechenbahn gebaut. 1910 war die Belegschaft auf 1.735 und die Fördermenge auf 375.000 Tonnen angewachsen. 1922 begann man im Nordfeld, 2 km vom Hauptwerk entfernt, den Schacht Franz bis auf eine Tiefe von 1.010 m abzuteufen. Die Kohleförderung im Nordfeld begann 1926. Der Schacht wurde 2003 gesprengt. 

 

Nach kleineren Schlagwetterexplosionen 1926, 1927 und 1929 wurde 1930 ein neuer Bewetterungsschacht Humbert in Betrieb genommen. 1930 lag die Fördermenge bei 1 Mio Tonnen bei einer Belegschaft von 4.300 Mann. Während der Herrschaft der Nationalsozialisten gründete die Familie de Wendel 1937 eine Aktiengesellschaft und taufte die Zeche um in Zeche Heinrich-Robert. Nach Kriegsausbruch 1939 wurde wie auch schon während des ersten Weltkriegs die Zeche unter eine Zwangsverwaltung gestellt. Während des Krieges halbierte sich die Fördermenge, die Belegschaft reduzierte sich auf 3.000 Mann. Nach Kriegsende wurde die Zeche trotz französischer Eigentümer von den Besatzungsmächten beschlagnahmt. Die Zeche war weitestgehend von den Bombenangriffen der Alliierten verschont geblieben, so dass der Betrieb nach Kriegsende sofort wieder aufgenommen werden konnte. 1950 ging das Bergwerk wider in den Besitz der Familie de Wendel über.  

 

1952 ereignete sich das bis heute schwerste Grubenunglück der Zeche Heinrich-Robert. Bei einer Schlagwetterexplosion kamen 17 Bergleute ums Leben. 1955 wurde ein Hammerkopfturm errichtet. Mit diesem neuen Förderturm konnte ab den 60er Jahren der ehemalige Wetterschacht Robert als Hauptförderschacht genutzt werden. Die Fördermenge stieg dank neuester Technik auf 1.4 MIo. Tonnen Kohle an mit einer Belegschaft von 5.000 Mann.

 

1969 verkaufte die Firma de Wendel die Zeche an die Ruhrkohle AG. Mitte der 70er stieg die Fördermenge auf 2,5 Mio. Tonnen bei einer Belegschaft von 4.600 Bergleuten. 1981 wurde die Endteufe von 1.221m erreicht. Die Kokerei der Zeche wurde 1987 stillgelegt und abgerissen. 1990 übernahm die Zeche Heinrich-Robert einen Teil der Belegschaft der Zeche Radbod, die 1990 stillgelegt wurde. Die Belegschaft des Bergwerks wuchs auf 5.300 Mann an, die Fördermenge auf 3,3 Mio. Tonnen. 

 

1997 wurde die Zeche Heinrich-Robert mit dem Bergwerk Haus Aden/Monopol in Bergkamen zusammengelegt. Schrittweise wurden die Anzahl der Schächte von 17 auf 7 reduziert. Die Belegschaft wurde bis 2000 von 6.800 auf 3.500 abgebaut. Das Betrieb des Bergwerks Heinrich-Robert wurde schließlich 2010 eingestellt. Die Anlagen untertage wurden bis 2011 abgebaut. Die Kohlenwäsche und Maschinenanlagen wurden 2011 demontiert und nach China verkauft. Schacht Franz wurde 2003 gesprengt. Auf dem Gelände des Schachts Humbert befindet sich heute eine Abraumhalde. Einige Gebäude der Schachtanlage Heinrich-Robert wurden bereits bis 2018 abgerissen. Die Schachtanlage und der Förderturm sollen bis Ende 2022 abgerissen werden.

 

Link: Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Zeche Heinrich Robert

Adresse: Zum Bergwerk 1, 59077 Hamm

GPS: 51.655045, 7.768760

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF100-400mm f4.5-5.6L IS II USM

Aufnahme: 9.05.2020, 16:19

Exif: 400mm, f/5.6, ISO 100, 1/1000 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

38. Zeche Westfalen, Ahlen

Zeche Westfalen in Ahlen, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Die Zeche Westfalen in Ahlen ist die östlichste Zeche des Ruhrgebiets. Die Schächte 1 und 2 (Foto: Schacht 2) wurden 1909 bis 1911 abgeteuft. 1913 wurde die Förderung in einer Tiefe von 1.088m aufgenommen. Die Zeche Westfalen zählte von Anfang an zu den tiefen Zechen der Region. 1917 wurden 350.000 Tonnen gefördert. 1935 wurde am Lippe-Seitenkanal ein zecheneigener Hafen gebaut. 1937 ging ein dritter Schacht in Betrieb. 1938 förderte das Bergwerk mehr als eine Mio. t Kohle pro Jahr. 1940 begannen die Arbeiten an Schacht 4. Ende des 2. Weltkrieges wurde die Anlage 1/2 der Zeche stark beschädigt. Der Betrieb erreichte aber schon 1948 wieder die jährliche Vorkriegsfördermenge. 1956 wurde Schacht 5 in Betrieb genommen. Die Endteufe liegt bei 1.073m. Die Jahresförderung der Zeche lag 1956 bei 1,65 Mio. t. Schacht 6 wurde 1966 in Betrieb genommen. Schacht 7 erreichte 1979 eine Teufe von 1.330m, er ging 1983 in Betrieb.

 

1986 wurden die Schächte 4/5 stillgelegt, ein Jahr später Schacht 3. 1999 förderte das Bergwerk noch 2,45 Mio. t mit 2.320 Beschäftigten, am 30. Juni 2000 folgte dann die Stilllegung. Die Schächte wurden 2001 verfüllt. Bis auf wenige erhaltenswerte Gebäude der Schachtanlage 1/2 wurden alle Anlagen abgerissen. Seit 2006 wird das Gelände als Gewerbefläche genutzt.

 

Link: Wikipedia

 

Quellen: Wikipedia, Hermann 2008 (Die alten Zechen an der Ruhr)

 

Foto: 

Titel: Zeche Westfalen

Adresse: Zeche Westfalen 23-7, 59229 Ahlen

GPS: 51.750096, 7.917144

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF16-35mm f4L IS USM

Aufnahme: 9.05.2020, 18:42

Exif: 29mm, f/8, ISO 100, 1/125 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

39. Zeche Vereinigte Wallfisch

Zeche Vereinigte Wallfisch, Witten, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

1832 wurden die Zechen Steinbergerbank und die Erbstollen Stephanie und Stephansbank zur Zeche Vereinigte Wallfisch zusammengelegt. 1851 wurde in einer Teufe von 55m gefördert. 1855 ging man zum Tiefbau über. 1873 erfolgte der Zusammenschluss mit der Zeche Crengeldanz. Die Fördermenge lag 1875 bei 42.000 t Kohle mit einer Belegschaft von 147 Bergleuten. 1894 wurde die Zeche Wallfisch von der Zeche Franziska übernommen. Die Förderhöchstmenge erreichte das Bergwerk 1896 mit 75.000 Tonnen und 388 Bergleuten. 1898 wurde der Betrieb eingestellt, die Anlagen wurden von dem Bergwerk Vereinigte Hamburg & Franziska übernommen. Der Schacht Wallfisch wurde noch als Wetterschacht weitergenutzt, das Kohlefeld von Franziska aus abgebaut. Die Zeche Vereinigte Hamburg & Franziska wurde 1925 stillgelegt. Von den ehemaligen Anlagen der Zeche Wallfisch ist nur das Maschinenhaus aus dem Jahr 1850 am Steinäckerweg 19 erhalten geblieben. Es gilt als das älteste erhaltene Zechengebäude im Ruhrgebiet und wird heute als Wohnhaus genutzt.  

 

Link: Wikipedia

 

Quellen: Wikipedia, Hermann 2008 (Die alten Zechen an der Ruhr)

 

Foto: 

Titel: Zeche Vereinigte Wallfisch

Adresse: Steinäckerweg 19, 58454 Witten

GPS: 51.460380, 7.350626

Kamera: Canon EOS M6

Objektiv: EF-M15-45mm f/3.5-6.3 IS STM

Aufnahme: 23.06.2020, 13:15

Exif: 21mm, f/8, ISO 100, 1/250 sec. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

40. Zeche Alte Haase

Zeche Alte Haase, Sprockhövel, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Die Zeche Alte Haase in Sprockhövel gilt als die älteste erhaltene Zeche an der Ruhr. Ihre Ursprünge gehen auf das 17. Jahrhundert zurück. Bis Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Bergwerk als Kleinzeche im Stollenbetrieb mit einer Belegschaft von ca. 5 Bergleuten betrieben. Erst mit der Bahnanbindung von Sprockhövel in den 1880ern ging die Zeche in den Tiefbau über. 1897 wurde der Malakowturm gebaut. 1904 wurden 100.000 t Kohle im Jahr gefördert. 1930 erreichte die Zeche ihre Höchstleistung: 385.000 Tonnen mit 1.290 Bergleuten. Die Stilllegung erfolgte 1966. 

 

Link: Wikipedia

 

Quellen: Wikipedia, Hermann 2008 (Die alten Zechen an der Ruhr)

 

Foto: 

Titel: Zeche Alte Haase

Adresse: Hattinger Str. 48-33, 45549 Sprockhövel

GPS: 51.372379, 7.245092

Kamera: Canon EOS M6

Objektiv: EF-M15-45mm f/3.5-6.3 IS STM

Aufnahme: 23.06.2020, 14:37

Exif: 15mm, f/8, ISO 100, 1/125 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

41. Erbstollen Stock & Scherenberger, Sprockhövel

Erbstollen Stock & Scherenberger, Sprockhövel, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Der Erbstollen Stock & Scherenberger in Sprockhövel ist ein Entwässerungsstollen, der ab 1746 angelegt wurde, um den Berg und die darin enthaltenen Kohlenflöze u.a. der Zeche Vereinigte Concordia zu entwässern. Er wurde in 100 Jahren ca. 3km in den Berg getrieben. Der Stollen wird seit 2013 vom Förderverein Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier eV als Besucherbergwerk saniert und kann besichtigt werden. Helm, Stiefel und alte Kleidung sind dringend anzuraten. Der Stollen steht unter Wasser und ist an manchen Stellen sehr eng. Aber ein Besuch lohnt sich definitiv.  

 

Link: Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Erbstollen Stock & Scherenberger

Adresse: Helsbergstraße, 45549 Sprockhövel

GPS: 51.361315, 7.277022

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF 16-35mm f/4L IS USM

Aufnahme: 10.08.2019, 12:44

Exif: 16mm, f/6.3, ISO 320, 25 sec. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

Making of

In der Werbung hieß es einst: "Für eine 'Zigarette' gehe ich meilenweit." Das könnte auch der Leitspruch für uns Fotografen sein. Für die schönsten Fotos muss man teilweise weite Wege zurücklegen zu extremen Lokationen, das richtige Wetter abpassen und stundenlang geduldig in Hitze und Kälte auf das richtige Licht warten. Oder wie in diesem Fall 800 Meter unter vollem Einsatz auch der Fotoausrüstung in einen engen, niedrigen, dreckigen und nassen Stollen kriechen, um diese beeindruckenden Fotos zu bekommen. Ist es das wert? Ein klares Ja! Nicht nur die Fotoausbeute, auch das Lächeln des Fotografen sind der eindeutige Beweis :-)

 

 

Bildergalerie 'Zechen im Ruhrgebiet'