Bereits im frühen Mittelalter wurde im Ruhrgebiet Steinkohle im Tagebau für den Eigenbedarf gewonnen. Die erste kommerzielle Förderung der Kohle geht auf das Jahr 1296 zurück. Im 17. Jahrhundert wurde die Kohle vermehrt untertage abgebaut. Dazu trieb man Stollen unterhalb des Kohlevorkommens in den Berg. Das Grundwasser wurde über tieferliegende Erbstollen abgeführt. Mit der aufblühenden Industrialisierung Mitte des 19. Jahrhunderts gelang es den Unternehmen durch immer neuere Technologien, wie verbesserte Entwässerung und Bewetterung, auch in den tiefen nördlichen Bereichen des Ruhrgebiets zu fördern. Die Tiefbauzechen drangen im Verlauf der nächsten 100 Jahre in Tiefen von bis zu 1.635 Metern vor. Die Blütezeit erreichte der Steinkohlenbergbau im Ruhrgebiet in den Jahren zwischen 1880 und 1914 und in den 1950er Jahren. Fast eine halbe Million Menschen arbeiteten im Bergbau, die Fördermenge erreichte eine Jahresleistung von 130 Mio. Tonnen Kohle. Ende der 1950er Jahre geriet die deutsche Kohleindustrie in eine Krise. Billigere Importe aus anderen Regionen der Erde und der neue Energieträger Erdöl kamen auf den Markt und verdrängten die heimische Kohle. Neue Technologien und starke Rationalisierung konnten den Niedergang der Kohleindustrie nicht verhindern. Stark subventioniert wurde die Steinkohleindustrie noch bis ins 21. Jahrhundert aufrechterhalten. 2000 war die Belegschaft bereits auf ein Zehntel der goldenen Ära zusammengeschrumpft. Im September 2018 stellte die Zeche Prosper-Haniel in Bottrop als letzte von ehemals über 1.000 Zechen im Ruhrgebiet ihren Betrieb ein. Die meisten Schächte wurden verfüllt, viele Gebäude über Tage abgerissen. Eine Reihe von Zechengebäuden und Fördertürmen sind als Industriedenkmal erhalten geblieben, stumme Zeugen einer einst florierenden Kohleindustrie. 

 

Zechen im Ruhrgebiet


Eine fotografische Reise durch das östliche Ruhrgebiet

Übersicht

Die Zechen im Ruhrgebiet


Teil 2: Von Bochum bis Ahlen

34. Zeche Hannover, Bochum

Bergwerk Zeche Hannover, Bochum, Ruhrgebiet, Malakowturm, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Erste Probebohrungen auf der Zeche Hannover fanden 1847 statt. 1856 erwarb die Hannoversche Bergwerksgesellschaft Hostmann & Co. AG die Schürfrechte an dem Feld. Die Zeche Hannover wurde gegründet. 1857 begann die Gesellschaft mit der Abteufung. Es dauerte einige Jahre, bis das Bergwerk entwässert war, so dass erst ab 1870 gewinnbringend gefördert werden konnte. Das Unternehmen geriet unter anderem aufgrund der erheblichen Wasserhaltungskosten früh in finanzielle Schwierigkeiten und wurde zuerst 1868 von der Hannoversche Bergwerksgesellschaft zu Bochum dann in 1872 von Alfred Krupp übernommen. 

 

Über Schacht 1 und 2 wurden 1856-1857 zwei sogenannte Malakowtürme und das Maschinenhaus errichtet. Hierbei handelt es sich um einen festungsartigen Förderturm aus massivem Mauerwerk. Die Ziegelmauern haben eine Dicke von 1,6 Meter, um genügend Statik für die Gewichte der Seilscheiben und die Zugkräfte der Förderung zu haben. Das Maschinenhaus befindet sich bei dieser Art neben dem eigentlichen Förderturm. Später wurden Malakowtürme durch stabilere Fördergerüste aus Stahl abgelöst, mit denen man tiefer abteufen konnte. Zudem waren sie leichter und kostengünstiger zu bauen. Auf der Zeche Hannover wurde das Maschinenhaus direkt zwischen die beiden Malakowtürme gesetzt, die nur 50 Meter auseinander lagen. Der Turm über Schacht 2 wurde 1939 abgerissen und durch einen doppelt so hohen Stahlfachwerkturm ersetzt. Von den ehemals 130 Malakowtürmen im Ruhrgebiet sind heute noch 14 erhalten und unter Denkmalschutz gestellt. Der Turm über Schacht 1 ist der zweitälteste von ihnen. Der älteste ist der Turm der Zeche Holland I/II in Gelsenkirchen aus dem Jahr 1856. 

 

Im zweiten Weltkrieg wurde die Anlage durch 31 Luftangriffe schwer beschädigt. Der Wiederaufbau dauerte bis Ende 1947. Die Kohle der Zeche Hannover wurde in den angrenzenden Kokereien Hannibal und Hannover verwendet. Die Anlage wurde im März 1973 stillgelegt und wird heute als Museum genutzt. Von den ursprünglichen Gebäuden sind nur der Malakowturm über Schacht 1, das angrenzende Maschinenhaus und das Lüftergebäude aus den 1920er Jahren erhalten, in dem heute die Gastronomie untergebracht ist.

 

Link: Wikipedia

 

Quellen: Wikipedia, Hermann 2008 (Die alten Zechen an der Ruhr), eigene Quellen

 

Foto: 

Titel: Zeche Hannover

Adresse: Günnigfelder Str. 251, 44793 Bochum

GPS: 51.506543, 7.163460

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF16-35mm f4L IS USM

Aufnahme: 30.07.2019, 20:02

Exif: 16mm, f/4, ISO 100, 1/125 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

35. Zeche Vereinigte Carolinenglück, Bochum

Bergwerk Zeche Vereinigte Carolinenglück 2/3, Bochum, Ruhrgebiet, Malakowturm, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Die Zeche Vereinigte Carolinenglück war ein Steinkohlenbergwerk in Bochums Stadtteil Hamme. Erste Mutungsbohrungen fanden 1844 statt, bei denen man in 41 Metern Tiefe auf Kohle stieß. 1847 begannen die Abteufarbeiten. Carolinenglück war eine der ersten Zechen im Ruhrgebiet, die die harte Mergelgesteinsschicht durchbrach, um in tieferen Schichten Kohle zu fördern. Die erste Sohle wurde in einer Tiefe von 100m und die zweite Sohle in 127m eingerichtet. Die Förderung begann 1850. 1855 erzielten 340 Bergleute eine Jahresfördermenge von 31.657 Tonnen Kohle. 1869 kam es zu einem Wassereinbruch. Die Zeche soff bis zur zweiten Sohle ab. Die Förderung musste eingestellt werden und das Bergwerk ging in den Konkurs. Das Absümpfen konnte erst 1870 unter neuem Besitzer abgeschlossen werden. 1898 ereignete sich auf der Zeche Carolinenglück das bis dahin schwerste Grubenunglück des Ruhrgebiets. 116 Kumpel verloren bei einer Schlagwetterexplosion ihr Leben. 1900 ging die Zeche in den Besitz des Bochumer Vereins über. Die Jahresleistung lag bei 254.000 t mit einer Belegschaft von 971 Arbeitern. Bis 1913 verdoppelte sich die Belegschaft auf 2.151 Bergleute, die Jahresfördermenge verdreifachte sich im gleichen Zeitraum auf 611.000 Tonnen. Die maximale Fördermenge erreichte das Bergwerk im Jahr 1929: 807.500 Tonnen mit einer Belegschaft von 2.875 Bergleuten. 1937 erreichte die Zeche die zehnte Sohle in einer Teufe von 1.076 Metern. Die Zeche wurde im Krieg schwer beschädigt, konnte aber weiterfördern. Carolienglück wurde bereits 1964 stillgelegt. Heute ist nur noch das 1912 über Schacht 3 errichtete Strebengerüst und der 1856 über Schacht 2 errichtete Malakowturm erhalten. Da der Turm ursprünglich eine Holz- und Eisenkonstruktion war, zählt er nicht zu den ältesten gemauerten Malakowtürmen. Beide Fördertürme der Zeche Vereinigte Carolinenglück liegen nebeneinander im gleichnamigen Gewerbegebiet Carolinenglück.

 

Link: Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Zeche Vereinigte Carolinenglück 1

Adresse: Darpestraße, 44793 Bochum

GPS: 51.492940, 7.181063

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF24-105mm f4L IS USM

Aufnahme: 29.08.2020, 15:54

Exif: 24mm, f/8, ISO 100, 1/200 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

Schächte der Zeche Vereinigte Carolinenglück

36. Deutsches Bergbau-Museum, Bochum

Deutsches Bergbau-Museum, Bochum, Ruhrgebiet, Deutschland mit Doppelbock Fördergerüst Förderturm, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Mit über 350.000 Besuchern ist das Deutsche Bergbau-Museum in Bochum eines der meistbesuchten der Welt. Auch wenn es an dieser Stelle keine Zeche gab, hat das Museum eine lange Geschichte. Bereits in den 1860er Jahren wurden hier Bergbau-Utensilien zu Unterrichtszwecken ausgestellt. 1930 wurde ein Gründungsvertrag über ein Bergbaumuseum mit der Stadt Bochum geschlossen. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Anlage durch Luftangriffe weitestgehend zerstört und für den Luftschutz umgebaut. Bereits 1946 eröffnete das Museum wieder mit einer kleinen Ausstellung. Das abgebildete Fördergerüst stammt von der stillgelegten Zeche Germania von Marten und wurde 1974 nach Bochum versetzt. In den letzten drei Jahren wurde das Museum grundlegend saniert und umgebaut und steht seit dem 13. Juli 2019 dem Publikum wieder vollständig zur Verfügung. Ein Besucherbergwerk, das in 20 m Tiefe zu Demonstrationszwecken angelegt wurde, bietet sehr gute Einblicke in das Leben und Arbeiten der Kumpel unter Tage. Ein Besuch lohnt sich allemal.

 

Link: Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Deutsches Bergbau-Museum Bochum

Adresse: Am Bergbaumuseum 28, 44791 Bochum

GPS: 51.488865, 7.216138

Kamera: iPhone X

Objektiv: iPhone X back dual camera 4mm f/1.8

Aufnahme: 2.12.2018, 13:15

Exif: 4mm, f/1.8, ISO 20, 1/570 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

37. Zeche Brockhauser Tiefbau, Bochum

Zeche Brockhauser Tiefbau, Bochum, Ruhrgebiet, Förderturm, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Zeche Brockhauser Tiefbau in Bochum.

 

Link: Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Zeche Brockhauser Tiefbau

Adresse: Am Bliestollen 39, 44797 Bochum

GPS: 51.431211, 7.204717

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF16-35mm f/4L IS USM

Aufnahme: 19.12.2020, 13:27

Exif: 16mm, f/8, ISO 200, 1/60 sek. -2/3 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

38. Zeche Robert Müser, Bochum

Zeche Heinrich Gustav, Zeche Robert Müser, Bochum, Ruhrgebiet, Förderturm, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Zeche Robert Müser Schacht Arnold in Bochum.

 

Link: Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Schacht Arnold

Adresse: Brandwacht 49, 44894 Bochum

GPS: 51.486819, 7.299642

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF16-35mm f/4L IS USM

Aufnahme: 19.12.2020, 14:05

Exif: 33mm, f/8, ISO 100, 1/1250 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

39. Zeche Julius Philipp, Bochum

Zeche Julius Philipp, Bochum, Ruhrgebiet, Förderturm, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Zeche Julius Philipp Schacht 1 in Bochum.

 

Link: Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Zeche Julius Philipp

Adresse: Markstraße 258a, 44799 Bochum

GPS: 51.4489, 7.23545

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF16-35mm f/4L IS USM

Aufnahme: 19.12.2020, 14:32

Exif: 16mm, f/8, ISO 100, 1/125 sek. -2/3 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

40. Zeche Ewald Fortsetzung, Oer-Erkenschwick

Bergwerk Zeche Ewald Fortsetzung in Oer-Erkenschwick, Ruhrgebiet, Deutschland, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Zeche Ewald Fortsetzung, Schacht 3 in Oer-Erkenschwick. 

 

Link: Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Zeche Ewald Fortsetzung Schacht 3

Adresse: Ewaldstraße 27, 45739 Oer-Erkenschwick

GPS: 51.643024, 7.266524

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF16-35mm f4L IS USM

Aufnahme: 28.12.2020, 15:21

Exif: 35mm, f/8, ISO 200, 1/60 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

Schächte der Zeche Ewald Fortsetzung

41. Zeche Erin, Castrop-Rauxel

Bergwerk Zeche Erin in Castrop-Rauxel, Ruhrgebiet, Deutschland mit Hammerkopf Förderturm Erin 3 Schacht 3, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Den Namen erhielt die Zeche vom irischen Gründer William Thomas Mulvany, der die Zeche nach der Göttin Erin benannte, ebenfalls Namenspatronin des Landes Irland (gällisch: Eire). Er legte 1866 mehrere Gruben zusammen und begann 1867 mit der Steinkohleförderung. Schacht Erin 3, dessen Hammerkopfturm hier abgebildet ist, wurde 1899 in Betrieb genommen. Der Turm Erin 3 sowie das Fördergerüst über Schacht 7, das 1951-1953 errichtet wurde, sind heute als Industriedenkmal erhalten. Beide sind nachts beleuchtet, was teilweise durch private Spenden finanziert wird. Zur Adventszeit zieht ein Laserstrahl einen grünen Lichtstreifen über den Nachthimmel von Castrop-Rauxel vom Kopf des Förderturms Erin 3 bis zum Fördergerüst Erin 7 im 1,7 km entfernten Erin-Park. 

 

Link: Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Zeche Erin - Schacht 3

Adresse: Heinrichstraße 39-15, Castrop-Rauxel

GPS: 51.550270, 7.328312

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF16-35mm f4L IS USM

Aufnahme: 21.12.2020, 17:56

Exif: 25mm, f/8, ISO 100, 30 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

Schächte der Zeche Erin

42. Zeche Zollern, Dortmund

Eingang zur Maschinenhalle auf der Zeche Zollern in Dortmund, Ruhrgebiet, Deutschland, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Eingang zur Maschinenhalle auf der Zeche Zollern in Dortmund. Zeche Zollern ist ein ehemaliges Steinkohlenbergwerk in Dortmund, das 1955 stillgelegt wurde. Heute ist das Gelände zu einem Industriemuseum umgewandelt. Zentrales Element ist die Maschinenhalle, die 1969 als erstes Industriebauwerk in Deutschland unter Denkmalschutz gestellt wurde. Die Architektur der Zechenanlage beeindruckt: Backsteingotik kombiniert mit Eisenfachwerk und verspielten Türen und Fenstern im Jugendstil. Wer erwartet das in einer industriellen Anlage zur Förderung von Kohle?

 

Link: Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Eingang zur Maschinenhalle

Adresse: Rhader Weg 8, 44388 Dortmund

GPS: 51.518291, 7.332415

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF16-35mm f/4L IS USM

Aufnahme: 12.05.2019, 16:59

Exif: 35mm, f/8,0, ISO 200, 1/80 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

Schächte der Zeche Zollern

43. Zeche Westhausen, Dortmund

Malakowturm der Zeche Westhausen in Dortmund, Ruhrgebiet, Deutschland, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Malakowturm der Zeche Westhausen, Schacht 1 in Dortmund.

Link: Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Zeche Westhausen

Adresse: Bodelschwingher Str. 140, 44357 Dortmund

GPS: 51.54999, 7.375178

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF16-35mm f/4L IS USM

Aufnahme: 2.01.2021, 15:07

Exif: 20mm, f/8,0, ISO 200, 1/80 sek. -2/3 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

44. Zeche Fürst Hardenberg, Dortmund

Malakowturm der Zeche Fürst Hardenberg in Dortmund, Ruhrgebiet, Deutschland, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Malakowturm der Zeche Fürst Hardenberg, Schacht 1 in Dortmund.

 

Link: Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Zeche Fürst Hardenberg

Adresse: Lindnerstraße 21, 44339 Dortmund

GPS: 51.549175, 7.44232

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF16-35mm f/4L IS USM

Aufnahme: 2.01.2021, 14:30

Exif: 27mm, f/8,0, ISO 160, 1/60 sek. -1/3 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

45. Zeche Hansa, Dortmund

Bergwerk Zeche Hansa mit Förderturm Fördergerüst in Dortmund, Ruhrgebiet, Deutschland, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Zeche Hansa ist ein Bergwerk in Dortmund, das 1855 mit der Steinkohleförderung begann. Schwere Grubenunglücke in den Jahren 1940 mit 52 Toten und 1944 mit 95 Toten überschatteten den Betrieb. Die geplante Stilllegung im Jahr 1967 konnte durch Proteste der Kumpel hinausgezögert werden. Die konventionelle Förderung wurde erst 1975 eingestellt. In den Jahren danach wurde in der Grube die hydromechanische Kohlengewinnung erforscht. Das letzte Grubenunglück, eine Schlagwetterexplosion mit 7 Toten, ereignete sich März 1979. Die endgültige Stilllegung kam dann im November 1980. Zu sehen ist hier das Fördergerüst der Zeche Hansa, mit dessen Hilfe noch bis 2014 Grubenwasser abgepumpt wurde. 

 

Link: Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Zeche Hansa

Adresse: Rohwedderstraße 7, 44369 Dortmund

GPS: 51.537850, 7.416525

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF16-35mm f4L IS USM

Aufnahme: 13.07.2019, 17:24

Exif: 26mm, f/8, ISO 100, 1/160 sek., -1/3 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

46. Zeche Minister Stein, Dortmund

Bergwerk Zeche Minister Stein in Dortmund, Ruhrgebiet, Deutschland Förderturm Hammerkopfturm, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

1856 wurde die Zeche Minister Stein in Dortmund gegründet. Mit einer Fördermenge von 3,7 Millionen Tonnen pro Jahr und 6.800 Beschäftigten war Minister Stein 1941 die größte Zeche des Ruhrgebiets. Bei ihrer Stilllegung im Jahr 1987 war das Bergwerk die letzte aktive Zeche in Dortmund. Der charakteristische Hammerkopfturm Schacht IV der Zeche steht im Stadtteil Eving. Bei herkömmlichen Fördergerüsten wie z.B. dem Tomson Bock oder dem Englischen Bock befindet sich die Fördermaschine in einem Gebäude seitlich des Gerüsts. Das Treibeseil wird über Seilscheiben im Kopf des Fördergerüsts in den Schacht umgelenkt. Bei Fördertürmen versuchte man, die Umlenkung des Seils und die Seilscheiben zu vermeiden. Dazu musste die Fördermaschine in den Kopf des Förderturms versetzt werden. Auch wurden die Fördertürme mit einem Mauerwerk von bis zu 3m Dicke versehen, um das zusätzliche Gewicht zu tragen. Fördertürme, bei denen der Maschinenraum seitlich über den Turm hinausragt, nennt man Hammerkopftürme. Am 11. Februar 1925 ereignete sich auf der Zeche Minister Stein eine Schlagwetterexplosion, der 136 Bergleute zum Opfer fielen.

 

Link: Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Zeche Minister Stein

Adresse: Deutsche Str. 5, 44339 Dortmund

GPS: 51.546891, 7.464083

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF16-35mm f4L IS USM

Aufnahme: 13.07.2019, 18:07

Exif: 31mm, f/8, ISO 100, 1/250 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

Schächte der Zeche Minister Stein

47. Zeche Minister Achenbach, Lünen

Zeche Minister Achenbach in Lünen, Ruhrgebiet, Deutschland, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Die Zeche Minister Achenbach war ein Kohlenbergwerk in Lünen, das zu seiner Blütezeit auf 7 Schächten 6.615 Mitarbeiter beschäftigte und 2,75 Mio Tonnen Kohle pro Jahr förderte. Es war von 1870 bis 1992 aktiv. Nach seiner Schließung wurden die Schächte verfüllt und die Gebäude über Tage bis auf wenige Ausnahmen abgerissen. Auf dem Gelände von Schacht 4 wurde 1995 das Technologiezentrum Lünen (Lüntec) gebaut. Auf das Fördergerüst des Schachts 4 setzte man nach Plänen des Designers Luigi Colani in 35m Höhe eine Business Lounge. Das Colani-Ufo oder auch Colani-Ei symbolisiert den Strukturwandel des Ruhrgebiets. Die Zeche ist heute Bestandteil der Route Industriekultur.

 

Link: Wikipedia (Bergwerk)Wikipedia (Colani-Ufo)

 

Foto: 

Titel: Zeche Minister Achenbach

Adresse: Am Brambusch

44536 Lünen

GPS: 51.604512, 7.452952

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF16-35mm f4L IS USM

Aufnahme: 12.07.2020, 13:54

Exif: 25mm, f/8, ISO 100, 1/500 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

48. Zeche Gneisenau, Derne

Bergwerk Zeche Gneisenau in Derne, Ruhrgebiet, Deutschland mit Doppelbock Fördergerüst und Tomson Bock Fördergerüst, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Die Zeche Gneisenau in Derne förderte von 1873 bis 1985 Steinkohle. Die Kokerei auf dem Gelände der Zeche wurde 4 Jahre später stillgelegt. Schacht 4 wurde noch bis 1999 als Befahrungsschacht für die zentrale Wasserhaltung genutzt. Heute befindet sich ein Einzelhandelszentrum auf dem Gelände der ehemaligen Zeche und Kokerei. Die beiden Fördergerüste wurden als Industriedenkmal erhalten. Neben dem freistehenden Doppelbock Fördergerüst aus dem Jahr 1933 (Schacht 4) befindet sich ein Tomson Fördergerüst, das auf dem Dach der Maschinenhalle aufgesetzt ist. Es wurde 1886 vom Ingenieur Eugen Tomson gebaut und war eine Weiterentwicklung der bis dahin üblichen Englischen Böcke. Der Tomson Bock der Zeche Gneisenau ist das letzte erhaltene Fördergerüst seiner Art und das älteste Stahlfördergerüst im Ruhrgebiet. 

 

Link: Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Zeche Gneisenau

Adresse: Altenderner Str. 17-25, 44329 Dortmund

GPS: 51.567041, 7.525281

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF16-35mm f4L IS USM

Aufnahme: 13.07.2019, 18:31

Exif: 21mm, f/8, ISO 100, 1/250 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

Schächte der Zeche Gneisenau

49. Zeche Preußen, Derne

Zeche Preußen in Derne, Ruhrgebiet, Deutschland, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Malakowturm der Zeche Preußen, Wetterschacht Grevel in Dortmund-Derne. 

 

Link: Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Zeche Preußen Wetterschacht Grevel

Adresse: Rote Fuhr 70, 44329 Dortmund

GPS: 51.568243, 7.554846

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF100-400mm f4.5-5.6L IS II USM

Aufnahme: 2.01.2021, 15:43

Exif: 234mm, f/8, ISO 640, 1/80 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

50. Zeche Haus Aden, Bergkamen

Zeche Haus Aden in Bergkamen, Ruhrgebiet, Deutschland, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Zeche Haus Aden, Schacht 2 in Bergkamen. 

 

Link: Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Zeche Haus Aden

Adresse: Rotherbachstraße 123, 59192 Bergkamen

GPS: 51.618568, 7.581203

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: Zeiss Makro-Planar T* 2/100 ZE

Aufnahme: 3.01.2021, 14:11

Exif: 100mm, f/2, ISO 100, 1/500 sek. +1 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

51. Zeche Monopol, Bergkamen

Bergwerk Zeche Monopol in Bergkamen, Schacht Grimbergen 2, Ruhrgebiet, Deutschland, Förderturm, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Zeche Monopol in Bergkamen, Schacht Grimberg 2. 

 

Link: Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Grimberg 2

Adresse: Rathenau Str. 3, 59192 Bergkamen

GPS: 51.621124, 7.633141

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF16-35mm f4L IS USM

Aufnahme: 13.12.2020, 12:14

Exif: 20mm, f/8, ISO 200, 1/80 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

Schächte der Zeche Monopol

52. Zeche Königsborn, Bönen

Bergwerk Zeche Königsborn in Bönen, Ruhrgebiet, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Zeche Königsborn in Bönen, Schacht 4. 

 

Link: Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Zeche Königsborn

Adresse: Zechenstraße 44, 59199 Bönen

GPS: 51.591289, 7.750161

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF16-35mm f4L IS USM

Aufnahme: 13.12.2020, 13:39

Exif: 31mm, f/8, ISO 100, 1/125 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

Schächte der Zeche Königsborn

53. Zeche Radbod, Hamm

Zeche Radbod, Schacht 1+2 in Hamm, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

1900 fanden erste Testbohrungen auf dem Gelände der Zeche Radbod statt. Die Kohleförderung begann im November 1905. Zwei Jahre später war die Belegschaft auf 609 Mann angewachsen, die jährliche Fördermenge lag bei 49.000 t Steinkohle. Im November 1908 ereignete sich das bis dahin schwerste Grubenunglück des deutschen Steinkohlenbergbaus. Bei einer Schlagwetterexplosion wurden 350 Bergleute getötet, quasi die gesamte Nachtschicht. In den Jahren 1910 und 1911 wurde die Zeche um Schacht III und IV erweitert. Oktober 1912 wurde eine Kokerei in Betrieb genommen. 1913 wurden 128 Pferde durch Druckluftlokomotiven ersetzt. 1923 begann das Abteufen von Schacht V. Ein Brand auf der 4. Sohle des Schachts I führte zur Flutung und letztendlich Aufgabe der 4. Sohle. Die Fördermenge sank von 930.000 t auf 564.000 t im Jahr. Die 4. Sohle wurde 1929 neu angelegt, es folgte eine 5. Sohle auf 1.090 m Tiefe. Während des Krieges wurde der Betrieb weitestgehend mit Zwangsarbeitern geführt. März 1945 wurde die Zeche bei einem Luftangriff der Alliierten schwer beschädigt und die Kohleförderung musste vorübergehend eingestellt werden. 1952 wurde die Zeche Radbod von der Hoesch AG Bergbau übernommen. 1967 wurde in einer Tiefe von 1.235 m eine neue 6. Sohle erschlossen. 1969 wurde die Zeche in die Ruhrkohle AG eingegliedert. 1982 waren die Kohlevorräte des Bergwerks nahezu erschöpft. Eine Ausweitung der 4. Sohle in Richtung Norden wurde geplant. Die neuen Schächte VI und VII wurden aber nicht mehr in Betrieb genommen. Die Zeche Rabod wurde im Januar 1990 stillgelegt. Von den ehemaligen Gebäuden der Zeche ist heute nur noch wenig erhalten. Die Fördergerüste und Maschinenhallen der Schächte I und II wurden als Industriedenkmäler unter Denkmalschutz gestellt.

 

Link: Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Zeche Radbod

Adresse: An den Fördertürmen 9, 59075 Hamm

GPS: 51.688056, 7.764832

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF16-35mm f4L IS USM

Aufnahme: 9.05.2020, 15:44

Exif: 31mm, f/8, ISO 100, 1/200 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

Schächte der Zeche Radbod

54. Zeche Heinrich-Robert, Hamm

Zeche Heinrich-Robert, Bergwerk Ost, Hamm, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Erste Probebohrungen fanden in Hamm im Jahr 1874 statt. Die Schürfrechte wurden aber erst 1899 verliehen. 1900 kauften die französischen Brüder Henri und Robert de Wendel aus Lothringen die Felder und gründeten die Zeche de Wendel. Die Arbeiten an Schacht Heinrich begannen 1901. Schacht Robert folgte im gleichen Jahr. 1903 wurde die erste Sohle auf einer Tiefe von 662m eingerichtet. 1904 begann die Förderung. 1905 förderte die Zeche 3.500 Tonnen Kohle mit einer Belegschaft von 400 Bergleuten. Schon im zweiten Jahr stieg die Fördermenge auf 35.000 Tonnen pro Jahr an. 1908 wurde eine Kokerei sowie eine Zechenbahn gebaut. 1910 war die Belegschaft auf 1.735 und die Fördermenge auf 375.000 Tonnen angewachsen. 1922 begann man im Nordfeld, 2 km vom Hauptwerk entfernt, den Schacht Franz bis auf eine Tiefe von 1.010 m abzuteufen. Die Kohleförderung im Nordfeld begann 1926. Der Schacht wurde 2003 gesprengt. 

 

Nach kleineren Schlagwetterexplosionen 1926, 1927 und 1929 wurde 1930 ein neuer Bewetterungsschacht Humbert in Betrieb genommen. 1930 lag die Fördermenge bei 1 Mio Tonnen mit einer Belegschaft von 4.300 Mann. Während der Herrschaft der Nationalsozialisten gründete die Familie de Wendel 1937 eine Aktiengesellschaft und taufte die Zeche um in Zeche Heinrich-Robert. Nach Kriegsausbruch 1939 wurde wie auch schon während des ersten Weltkriegs die Zeche unter eine Zwangsverwaltung gestellt. Während des Krieges halbierte sich die Fördermenge, die Belegschaft reduzierte sich auf 3.000 Mann. Nach Kriegsende wurde die Zeche trotz französischer Eigentümer von den Besatzungsmächten beschlagnahmt. Die Zeche war weitestgehend von den Bombenangriffen der Alliierten verschont geblieben, so dass der Betrieb nach Kriegsende sofort wieder aufgenommen werden konnte. 1950 ging das Bergwerk wieder in den Besitz der Familie de Wendel über. 

 

1952 ereignete sich das bis heute schwerste Grubenunglück der Zeche Heinrich-Robert. Bei einer Schlagwetterexplosion kamen 17 Bergleute ums Leben. 1955 wurde ein Hammerkopfturm errichtet. Mit diesem neuen Förderturm konnte ab den 60er Jahren der ehemalige Wetterschacht Robert als Hauptförderschacht genutzt werden. Die Fördermenge stieg dank neuester Technik auf 1,4 Mio. Tonnen Kohle an mit einer Belegschaft von 5.000 Mann.

 

1969 verkaufte die Firma de Wendel die Zeche an die Ruhrkohle AG. Mitte der 70er stieg die Fördermenge auf 2,5 Mio. Tonnen bei einer Belegschaft von 4.600 Bergleuten. 1981 wurde die Endteufe von 1.221m erreicht. Die Kokerei der Zeche wurde 1987 stillgelegt und abgerissen. 1990 übernahm die Zeche Heinrich-Robert einen Teil der Belegschaft der Zeche Radbod, die im gleichen Jahr stillgelegt worden war. Die Belegschaft des Bergwerks wuchs auf 5.300 Mann an, die Fördermenge auf 3,3 Mio. Tonnen. 

 

1997 wurde die Zeche Heinrich-Robert mit dem Bergwerk Haus Aden/Monopol in Bergkamen zusammengelegt. Schrittweise wurden die Anzahl der Schächte von 17 auf 7 reduziert. Die Belegschaft wurde bis 2000 von 6.800 auf 3.500 abgebaut. Das Betrieb des Bergwerks Heinrich-Robert wurde schließlich 2010 eingestellt. Die Anlagen untertage wurden bis 2011 abgebaut. Die Kohlenwäsche und Maschinenanlagen wurden 2011 demontiert und nach China verkauft. Schacht Franz wurde 2003 gesprengt. Auf dem Gelände des Schachts Humbert befindet sich heute eine Abraumhalde. Einige Gebäude der Schachtanlage Heinrich-Robert wurden bereits bis 2018 abgerissen. Die Schachtanlage und der Förderturm sollen bis Ende 2022 abgerissen werden.

 

Link: Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Zeche Heinrich Robert

Adresse: Zum Bergwerk 1, 59077 Hamm

GPS: 51.655045, 7.768760

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF16-35mm f/4L IS USM

Aufnahme: 13.12.2020, 15:21

Exif: 35mm, f/8, ISO 250, 1/80 sek. +2/3

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

Schächte der Zeche Heinrich Robert

55. Zeche Westfalen, Ahlen

Zeche Westfalen in Ahlen, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Die Zeche Westfalen in Ahlen ist die östlichste Zeche des Ruhrgebiets. Die Schächte 1 und 2 (Foto: Schacht 2) wurden 1909 bis 1911 abgeteuft. 1913 wurde die Förderung in einer Tiefe von 1.088m aufgenommen. Die Zeche Westfalen zählte von Anfang an zu den tiefen Zechen der Region. 1917 wurden 350.000 Tonnen gefördert. 1935 wurde am Lippe-Seitenkanal ein zecheneigener Hafen gebaut. 1937 ging ein dritter Schacht in Betrieb. 1938 förderte das Bergwerk mehr als 1 Mio. t Kohle pro Jahr. 1940 begannen die Arbeiten an Schacht 4. Ende des 2. Weltkrieges wurde die Anlage 1/2 der Zeche stark beschädigt. Der Betrieb erreichte aber schon 1948 wieder die jährliche Vorkriegsfördermenge. 1956 wurde Schacht 5 in Betrieb genommen. Die Endteufe der Zeche liegt bei 1.073m. Die Jahresförderung lag 1956 bei 1,65 Mio. t. Schacht 6 wurde 1966 in Betrieb genommen. Schacht 7 erreichte 1979 eine Teufe von 1.330m, er ging 1983 in Betrieb.

 

1986 wurden die Schächte 4/5 stillgelegt, ein Jahr später Schacht 3. 1999 förderte das Bergwerk noch 2,45 Mio. t mit 2.320 Beschäftigten, am 30. Juni 2000 folgte dann die Stilllegung. Die Schächte wurden 2001 verfüllt. Bis auf wenige erhaltenswerte Gebäude der Schachtanlage 1/2 wurden alle Anlagen abgerissen. Seit 2006 wird das Gelände als Gewerbefläche genutzt.

 

Link: Wikipedia

 

Quellen: Wikipedia, Hermann 2008 (Die alten Zechen an der Ruhr)

 

Foto: 

Titel: Zeche Westfalen

Adresse: Zeche Westfalen 23-7, 59229 Ahlen

GPS: 51.750096, 7.917144

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF16-35mm f4L IS USM

Aufnahme: 9.05.2020, 18:42

Exif: 29mm, f/8, ISO 100, 1/125 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

Schächte der Zeche Westfalen

56. Zeche Vereinigte Wallfisch, Witten

Zeche Vereinigte Wallfisch, Witten, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

1832 wurden die Zechen Steinbergerbank und die Erbstollen Stephanie und Stephansbank zur Zeche Vereinigte Wallfisch zusammengelegt. 1851 wurde in einer Teufe von 55m gefördert. 1855 ging man zum Tiefbau über. 1873 erfolgte der Zusammenschluss mit der Zeche Crengeldanz. Die Fördermenge lag 1875 bei 42.000 t Kohle mit einer Belegschaft von 147 Bergleuten. 1894 wurde die Zeche Wallfisch von der Zeche Franziska übernommen. Die Förderhöchstmenge erreichte das Bergwerk 1896 mit 75.000 Tonnen und 388 Bergleuten. 1898 wurde der Betrieb eingestellt, die Anlagen wurden von dem Bergwerk Vereinigte Hamburg & Franziska übernommen. Der Schacht Wallfisch wurde noch als Wetterschacht weitergenutzt, das Kohlenfeld von Franziska aus abgebaut. Die Zeche Vereinigte Hamburg & Franziska wurde 1925 stillgelegt. Von den ehemaligen Anlagen der Zeche Wallfisch ist nur das Maschinenhaus aus dem Jahr 1850 am Steinäckerweg 19 erhalten geblieben. Es gilt als das älteste erhaltene Zechengebäude im Ruhrgebiet und wird heute als Wohnhaus genutzt. 

 

Link: Wikipedia

 

Quellen: Wikipedia, Hermann 2008 (Die alten Zechen an der Ruhr)

 

Foto: 

Titel: Zeche Vereinigte Wallfisch

Adresse: Steinäckerweg 19, 58454 Witten

GPS: 51.460380, 7.350626

Kamera: Canon EOS M6

Objektiv: EF-M15-45mm f/3.5-6.3 IS STM

Aufnahme: 23.06.2020, 13:15

Exif: 21mm, f/8, ISO 100, 1/250 sec. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

57. Zeche Nachtigall, Witten

Zeche Nachtigall, Witten, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Maschinenhaus der ehemaligen Zeche Nachtigall in Witten. 

 

Link: Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Zeche Nachtigall

Adresse: Nachtigallstraße 35, 58452 Witten

GPS: 51.428965, 7.313099

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF16-35mm f/4L IS USM

Aufnahme: 10.01.2021, 13:19

Exif: 35mm, f/8, ISO 100, 1/60 sek. -2/3 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

58. Zeche Hermann, Witten

Zeche Hermann, Schacht Margarethe, Witten, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Rekonstruktion des Schachtgebäudes der Zeche Hermann, Schacht Margarethe in Witten aus dem Jahr 2009 nach den Originalplänen von 1890. 

 

Link: Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Zeche Hermann Schacht Margarethe 

Adresse: Berghauser Str. 75B, 58452 Witten

GPS: 51.418656, 7.311935

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF16-35mm f/4L IS USM

Aufnahme: 10.01.2021, 13:39

Exif: 16mm, f/8, ISO 160, 1/80 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

59. Kleinzeche Egbert, Witten

Kleinzeche Egbert, Witten, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Kleinzeche Egbert in Witten. 

 

Link: Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Zeche Hermann Schacht Margarethe 

Adresse: Franz-Wohlleb-Platz 2-12, 58456 Witten (Parkplatz)

GPS: 51.403248, 7.280155

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF16-35mm f/4L IS USM

Aufnahme: 10.01.2021, 14:25

Exif: 20mm, f/8, ISO 125, 1/60 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

60. Zeche Alte Haase, Sprockhövel

Zeche Alte Haase, Sprockhövel, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Die Zeche Alte Haase in Sprockhövel gilt als die älteste erhaltene Zeche an der Ruhr. Ihre Ursprünge gehen auf das 17. Jahrhundert zurück. Bis Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Bergwerk als Kleinzeche im Stollenbetrieb mit einer Belegschaft von ca. 5 Bergleuten betrieben. Erst mit der Bahnanbindung von Sprockhövel in den 1880ern ging die Zeche in den Tiefbau über. 1897 wurde der Malakowturm gebaut. 1904 wurden 100.000 t Kohle im Jahr gefördert. 1930 erreichte die Zeche ihre Höchstleistung: 385.000 Tonnen mit 1.290 Bergleuten. Die Stilllegung erfolgte 1966. 

 

Link: Wikipedia

 

Quellen: Wikipedia, Hermann 2008 (Die alten Zechen an der Ruhr)

 

Foto: 

Titel: Zeche Alte Haase

Adresse: Hattinger Str. 48-33, 45549 Sprockhövel

GPS: 51.372379, 7.245092

Kamera: Canon EOS M6

Objektiv: EF-M15-45mm f/3.5-6.3 IS STM

Aufnahme: 23.06.2020, 14:37

Exif: 15mm, f/8, ISO 100, 1/125 sek. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

61. Erbstollen Stock & Scherenberger, Sprockhövel

Erbstollen Stock & Scherenberger, Sprockhövel, Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle

Der Erbstollen Stock & Scherenberger in Sprockhövel ist ein Entwässerungsstollen, der ab 1746 angelegt wurde, um den Berg und die darin enthaltenen Kohlenflöze u.a. der Zeche Vereinigte Concordia zu entwässern. Er wurde in 100 Jahren ca. 3km in den Berg getrieben. Der Stollen wird seit 2013 vom Förderverein Bergbauhistorischer Stätten Ruhrrevier eV als Besucherbergwerk saniert und kann besichtigt werden. Helm, Stiefel und alte Kleidung sind dringend anzuraten. Der Stollen steht unter Wasser und ist an manchen Stellen sehr eng. Aber ein Besuch lohnt sich definitiv. 

 

Link: Wikipedia

 

Foto: 

Titel: Erbstollen Stock & Scherenberger

Adresse: Helsbergstraße, 45549 Sprockhövel

GPS: 51.361315, 7.277022

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Objektiv: EF 16-35mm f/4L IS USM

Aufnahme: 10.08.2019, 12:44

Exif: 16mm, f/6.3, ISO 320, 25 sec. 

Tags: Industriekultur, Industrie, Zechen, Bergbau, Steinkohle, Ruhrgebiet, Ruhrpott, Revier

© Christian Twehues

 

Making of

In der Werbung hieß es einst: "Für eine 'Zigarette' gehe ich meilenweit." Das könnte auch der Leitspruch für uns Fotografen sein. Für die schönsten Fotos muss man teilweise weite Wege zurücklegen zu extremen Lokationen, das richtige Wetter abpassen und stundenlang geduldig in Hitze und Kälte auf das richtige Licht warten. Oder wie in diesem Fall 800 Meter unter vollem Einsatz auch der Fotoausrüstung in einen engen, niedrigen, dreckigen und nassen Stollen kriechen, um diese beeindruckenden Fotos zu bekommen. Ist es das wert? Ein klares Ja! Nicht nur die Fotoausbeute, auch das Lächeln des Fotografen sind der eindeutige Beweis :-)

 

 

Bildergalerie 'Zechen im östlichen Ruhrgebiet'